«Mein Genre ist Ethnopoprock, eine Mischung aus albanischer Volksmusik und Poprock», sagt Shkumbin Ismaili. Bild: PD
«Mein Genre ist Ethnopoprock, eine Mischung aus albanischer Volksmusik und Poprock», sagt Shkumbin Ismaili. Bild: PD

Musik

«Ich würde gerne mit Schweizern musizieren»

Shkumbin Ismaili, einer der bekanntesten albanischsprachigen Musiker, tritt in Seewen auf.

Mit Shkumbin Ismaili sprach Nicole Auf der Maur


Nicole Auf der Maur: Shkumbin Ismaili, Sie sind in Kosovo, Albanien und in Mazedonien Popstar. Merken Sie dies in der Schweiz auch?


Ich sehe mich als Sänger, der sich sehr für seine Arbeit engagiert. Ich versuche, meinen Songs eine einzigartige Melodie zu verleihen und Texte zu schreiben, welche eine sinnvolle Bedeutung und eine Botschaft für das Publikum haben. Ich bin sehr bodenständig und will auch bei dieser Frage meine Bescheidenheit bewahren. Herzlichen Dank für die Wertschätzung!


Sie werden am Samstag nach Seewen kommen. Waren Sie schon einmal hier?


In Seewen war ich noch nie. Letztes Jahr war ich aber in Zürich und habe sehr schöne Erinnerungen an diesen Abend und an das Publikum, welches präsent war. Ich bedanke mich bei den Fans, bei den Organisatoren und bei den Schweizer Behörden, welche uns einen fantastischen, künstlerischen Abend ermöglicht haben. Ich hoffe, wir können dies mindestens genauso in Seewen wiederholen.


Wie ist es für Sie, in Seewen auftreten zu können?


Auftritte gehören bei meiner Arbeit zum Alltag. Jede Sache geht irgendwann zur Professionalität über beziehungsweise wird zur Routine. Ich fühle mich sehr gut, wenn ich gemeinsam mit meinem Publikum singe – auch solche Lieder, die ich schon vor einigen Jahren publiziert habe.


Was möchten Sie mit Ihren Konzerten vermitteln?


Ich will positive Emotionen vermitteln, die Menschen von ihren alltäglichen Sorgen befreien, dass sie Liebe, Verständnis, und Respekt untereinander verbreiten. Letztendlich denke ich, dass dies die Aufgabe jedes Künstlers ist. Durch die Kunst soll eine Botschaft voller Verständnis vermitteln werden.


Sie singen auf Albanisch. Ihre Sprache versteht der Schweizer nicht, wie locken Sie ihn trotzdem an?


Genau. Alle meine Lieder sind in meiner Sprache – dem Albanischen – verfasst. Ich habe aber Fans, die keine Albaner sind, welche mir trotzdem positive Rückmeldungen für meine Lieder geben, auch wenn Sie den Text nicht verstehen. Die Kunst kennt nämlich keine Grenzen. Ich würde mit grosser Freunde auch in der Schweizer Sprache singen beziehungsweise mit einem Schweizer Komponisten oder Künstler zusammenarbeiten. Das wäre eine sehr schöne Sache!


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.05.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/s9Znti