Frontline-Trio: Gitarrist Thomas Aeschlimann (links im Bild), Sänger und Gitarrist Gudio Lalli und Bassist Andy Tschümperlin sind sowohl musikalisch als auch optisch ein eingespieltes Team. Bild Nadja Tratschin
Frontline-Trio: Gitarrist Thomas Aeschlimann (links im Bild), Sänger und Gitarrist Gudio Lalli und Bassist Andy Tschümperlin sind sowohl musikalisch als auch optisch ein eingespieltes Team. Bild Nadja Tratschin

Musik

Locker vom Hocker mit «Quo»

Bisher zu viert auf der Bühne, ab sofort zu fünft mit neuem Tastenmann, mischten «Stets ä soo», die Schwyzer Status-Quo-Coverband, das Publikum mit Status-Quo-Klassikern auf. Dazu zählten «Rockin All Over The World», «Down, Down», aber auch unbekanntere Songs wie «Pictures Of Matchstick Man» oder «Down The Dustpipe».

«Locker vom Hocker» lautet das Motto von «Stets ä soo». Das «soo» bezieht sich sowohl aufs Bandmotto als auch auf die Musik von Status Quo. Ganz so locker lief es den Musikern an diesem Konzert leider nicht durchs Band. Sänger Guido Lalli kämpfte wegen seiner Erkältung dann und wann etwas mit seiner Stimme, überzeugte aber umso mehr an der Gitarre. Und Gitarrist Thomi Aeschmann hatte unter anderem beim Stück «Down, Down» anfänglich etwas Mühe. Auch die neue Situation, ab sofort mit einem fünften Musiker, Werner Herzig als Keyboarder und Mundharmonikaspieler, zu spielen, war wohl noch etwas ungewohnt. Für das Konzert im «Gleis» probten sie mit ihm lediglich zwei Mal.

Spezielle Note

Er passte sich aber sehr gut ins Gefüge von «Stets ä soo» ein und fügte den fetzigen und stampfenden Gitarrenrhythmen mit seinen Boogie-Woogie-Einsätzen noch eine ganz besondere zusätzliche Note hinzu. Noch spielt er nicht bei allen Songs mit, trumpfte aber bereits an seinem ersten Konzert mit «Stets ä soo» mit Mundharmonika- Soli auf. «‹Stets ä soo› haben mich vor Jahren schon mal als Keyboarder angefragt. Damals passte es für mich noch nicht, weil ich noch in anderen Bands engagiert war», sagte Herzig. Jetzt habe er sich von seiner letzten Band «Liven» getrennt und wolle mit «Stets ä soo» voll durchstarten. Obwohl er bei ihnen hauptsächlich als Keyboarder auftreten werde, habe er einenWunsch: «Am nächsten Konzert möchte ich beim Stück ‹Gerdundula› Gitarre spielen.»

Gefühlvoller Einsatz an der Geige

Am Konzert im «Gleis» überraschte AndyTschümperlin beim Stück «Gerdundula » mit einem gekonnt und gefühlvoll gespielten Geigeneinsatz. Dieser Song kam beim Publikum besonders gut an. Aber auch andere Songs wie «Mean Girl» und «Paper Plane» lockten einige der 140 im «Gleis», der American Cafe Bar, erschienen Gäste, ganz nah vor die Bühne. Einige Fans fielen vor allem bei den Klassikern wie «Whatever you want» und «Rockin All Over The World» in den legendären Status- Quo-Ausfallschritt und wippten, was das Zeug hielt. Je länger das Konzert dauerte, desto lockerer wurden nicht nur «Stets ä soo», auch die Gäste. So richtig aus den Startlöchern schossen alle bei den Zugaben wie «Bye Bye Johnny» und «Caroline». Dabei hüpften und sangen sie lautstark mit, vergassen sich selber und realisierten plötzlich, dass das Konzert, das vor mehr als zwei Stunden begonnen hatte, schon zu Ende war.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.11.2011

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