Abwechslungsreicher Marschmusikvortrag: Der Musikverein Sattel überraschte nicht mit gewöhnlichen Formationsbildern, sondern liess Wilhelm Tell auftreten, einen Ländler tanzen und die Richtung angeben – vorwärts nach oben.
Abwechslungsreicher Marschmusikvortrag: Der Musikverein Sattel überraschte nicht mit gewöhnlichen Formationsbildern, sondern liess Wilhelm Tell auftreten, einen Ländler tanzen und die Richtung angeben – vorwärts nach oben.
Einziger Verein der Höchstklasse: Das Blasorchester Siebnen.
Einziger Verein der Höchstklasse: Das Blasorchester Siebnen.
Unterhaltendes Festbankett: Die Regierungsräte Armin Hüppin und Lorenz Bösch (Bildmitte) wurden wie alle Gäste nach dem Festakt kulinarisch und musikalisch verwöhnt. Bilder Christian Ballat
Unterhaltendes Festbankett: Die Regierungsräte Armin Hüppin und Lorenz Bösch (Bildmitte) wurden wie alle Gäste nach dem Festakt kulinarisch und musikalisch verwöhnt. Bilder Christian Ballat

Musik

Seewen als Hauptort der Musik

«Wir sind sehr zufrieden», sagte OK-Präsident Lorenz Bösch zum Abschluss des kantonalen Musikfestes, das von der Feldmusik Seewen durchgeführt worden war. Einzig das Wetter sorgte für kleine Misstöne.

Sieben Jahre mussten die Schwyzer Musikvereine warten, bis sie sich in ihrer Heimat wieder einmal untereinander messen durften. So kamen alle gut vorbereitet und motiviert auf das Festareal beim ehemaligen Zeughaus. Auf dem Weg zum Wettspiellokal in der Mehrzweckhalle Krummfeld versuchten sie die Nervosität abzulegen, bevor sie dann den Experten in Selbstwahl- und Aufgabenstücken zeigten, dass sie durchaus den Ton angeben können – und dies auch noch richtig.

Marschbewerb fast ins Wasser gefallen

Ein zweiter Wettbewerb war für die Marschmusik organisiert worden. Das plötzlich hereinbrechende Gewitter am Samstag liess diesen aber fast ins Wasser fallen. Musiker und Organisatoren haben durchgehalten und mit 45 Minuten Verspätung die Marschstrecke freigegeben, sehr zur Freude der zahlreichen Zaungäste.

Grosse Solidarität

In einem ersten Fazit lobte Regierungsrat und OK-Präsident Lorenz Bösch den riesigen Einsatz der vielen Helfer. «Die Feldmusik Seewen durfte auf eine grosse Solidarität der anderen Seebner Vereine zählen.» Diese haben neben dem Organisator selbst einen Grossteil der Helfer gestellt. «Das ganze Musikfest kam so heraus, wie wir uns das im OK vorgestellt hatten», zog Lorenz Bösch gestern Abend eine erste Bilanz. «Die grossartige Feststimmung unter den Musizierenden und den Gästen hält auch jetzt kurz vor dem Ende immer noch an», freute er sich weiter. Natürlich hätte man sich noch einige Besucherinnen und Besucher mehr vorstellen können. Allerdings gab es mit dem Zürifäscht, dem Innerschweizer Schwingfest, dem Chortreffen und den einladenden Seebadis verschiedene andere, attraktive Angebote, die auch genutzt wurden.

Feldmusik Seewen Sieger

Das Lob kam aus präsidialem Mund: Alex Zimmermann, Präsident des Schwyzer Kantonalen Musikverbandes, lobte die Organisatoren in höchsten Tönen: «Ich kann es nur wiederholen. Sieger dieses Musikfestes ist die Feldmusik Seewen.» Er hoffe, dass der Samen weiterspriesse, und in fünf Jahren wieder ein Kantonales Musikfest stattfinden könne. Er rief die anderen Musikvereine auf, sich Gedanken darüber zu machen, ein nächstes Musikfest zu organisieren.

Infos und Rangliste:

www.musikfest-2010.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.07.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/QNG7s8