Nicole Kammermann ist Sängerin von Redwood, jedoch nie abgeneigt, als Gastsängerin auf der Bühne zu stehen.
Nicole Kammermann ist Sängerin von Redwood, jedoch nie abgeneigt, als Gastsängerin auf der Bühne zu stehen.

Musik

«Wir spielen auch ohne brandneues Album gerne live»

Die gebürtige Schwyzer Sängerin Nicole Kammermann steht innert kürzester Zeit zum zweiten Mal auf der «Gaswerk»-Bühne.

Mit Nicole Kammermann sprach Nicole Auf der Maur

Nicole auf der Maur:Letzte Woche hatten Sie im «Gaswerk » in der Veranstaltungsreihe «Intrinsic Soundz» einen speziellen Auftritt. Gemeinsam mit einem Beatboxer und einem Rapper. War das Neuland für Sie?

Nicole Kamermann:Als Gastsängerin aufzutreten, ist kein Neuland für mich, aber mit einem Beatboxer und einem Rapper zu singen, schon. Ich war voll gespannt und hab mich darauf gefreut.

Haben Sie zusammen vorgängig geprobt?

Mit der Band haben wir einmal geprobt. Die beiden Jungs hab ich dann am Konzertabend zum ersten Mal gesehen.

Hören Sie persönlich auch gerne Rap?

Ehrlich gesagt, ist das nicht so wirklich die Musik, die ich gerne höre. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen. Eminem, the Roots und auch deutschen Rap mag ich ganz gerne.

Das Projekt vereint ja elektronische Musik mit handgespielter Musik. Wie einfach ist dies vereinbar?

Ach, das verträgt sich super. Es gibt ja auch ganz viele Bands, die das so machen.

Wie lief die Songauswahl ab?

Ich durfte mir fünf Songs wünschen, und vier kamen vonseiten «Intrinsic Soundz». Meine Wahl fiel auf zwei Redwood-Songs, «Isobel» von Björk, «That Was My Veil» von PJ Harvey und «I Don’t Care As Long As You Sing» von den Beatsteaks.

Was läuft momentan in Ihrem CD-Player?

Ich habe mir neulich die neue CD von Faith No More gekauft und hör mich da zurzeit rein.

Ihre Band ist Redwood. Im letzten Jahr wollten Sie mit dieser Band im «Gaswerk» auftreten, das Konzert ist allerdings verschoben worden. Warum?

Das war ziemlich schlimm für mich. Ich musste bisher noch nie ein Konzert absagen. Ein Virus hat meine Stimme komplett lahmgelegt. Bis zum Soundcheck waren wir noch hoffnungsvoll. Als dann allerdings meine ersten Töne völlig im «Juhee» landeten, war klar, dass das nicht funktionieren wird. Zum Glück haben wir mit dem «Gaswerk» gleich einen neuen Termin gefunden. Ich hoffe natürlich, dass all die Leute mir noch eine zweite Chance schenken und ebenso zahlreich erscheinen werden.

Wie gehts heute?

Ich war etwas erkältet, aber das war kein Hindernis.

Sie spielen unplugged. Was heisst das für jemanden, der diesen Begriff nicht kennt?

Unplugged heisst übersetzt so viel wie «nicht eingesteckt», «ohne Strom». In der Regel bedeutet es aber einfach, dass man mit akustischen Instrumenten (Gitarre, Bass) spielt, die aber schon via Kabel über eine Anlage laufen. Unplugged-Konzerte sind meist etwas leiser. Es kann eine heimelige, warme, herzliche Stimmung mit «einem bitzli Pfeffer» erwartet werden.

Wie sieht es momentan mit Redwood aus?

Auf der Homepage ist lediglich das Konzert in Seewen aufgeführt. Wir haben nach drei Alben in vier Jahren entschieden, es etwas gemütlicher anzugehen. Dass von uns in der Zwischenzeit kein neues Album rausgekommen ist, hat wahrscheinlich zur Folge, dass wir nichtso oft auf der Bühne zu finden sind. Unser Booker rackert sich ab, und trotzdem: Viele Veranstalter buchen vor allem Bands, die was Neues auf dem Markt haben. Schade, wie ich finde. Wir spielen also auch ohne brandneues Album sehr gerne live.

Was sind die nächsten Ziele?

Wir haben uns entschieden, etwas Druck wegzunehmen und uns mit der Entstehung neuer Songs Zeit zu lassen. Aber nun nimmt es langsam Formen an – unser neues Album.Wann genau es kommt, wissen wir allerdings noch nicht.



Hinweis

Das Konzert von Redwood im «Gaswerk» Seewen findet am 4. März statt.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.02.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/pjded2