Ob Velomechaniker Fredy oder Drittklässler Florian (rechts), Darsteller Thomy Truttmann stellte alle Figuren im Theaterstück «FloVelo» selber dar. Bilder Oliver Bosse
Ob Velomechaniker Fredy oder Drittklässler Florian (rechts), Darsteller Thomy Truttmann stellte alle Figuren im Theaterstück «FloVelo» selber dar. Bilder Oliver Bosse

Bühne

Musikraum wurde zu Velowerkstatt

Die Primarschüler und Kindergärtler der Gemeinde Galgenen kamen gestern in den Genuss eines Ein-Mann-Theaters. Für das Stück «FloVelo» schlüpfte der Luzerner Thomy Truttmann in sechs Rollen.

Man wähnte sich in einer Fahrradwerkstatt, gestern im Musikraum des Schulhauses Büel in Siebnen. Ein blauer Werkzeugtrolley steht herum, an einer Wand hängt Velo-Zubehör und ein Mann in Latzhosen schraubt gerade an den Speichen eines Velos. Er stellt sich als Fredy vor. Der Velomechaniker Fredy ist eine von sechs Figuren im Theaterstück «FloVelo» des freischaffenden Schauspielers und Regisseurs Thomy Truttmann. Er gab gestern im Rahmen eines Kulturanlasses für insgesamt drei Gruppen Galgener Primarschüler und Kindergärtler sein Stück zum Besten.

Rasante 50 Minuten

Zu Fredy in die Werkstatt stösst dann der kleine Florian, auch Flo genannt. Ohne sich zu verkleiden, lediglich mit Mimik, Gestik und verstellter Stimme, springt Truttmann von Rolle zu Rolle. Flo sehe aus wie ein Kindergärtler, sei aber schon Drittklässler. Er könne wegen seiner Grösse kaum mit Gleichaltrigen mithalten, zum Beispiel bei Veloausflügen. Um dieses Problem zu lösen, will Fredy dem kleinen Flo einen «Flitzer » nach Mass bauen. Damit nimmt ein kleines Abenteuer seinen Lauf. Nicht nur die Werkstatt bleibt im Verlauf der Vorstellung der Ort des Geschehens. Alleine mit der Lichttechnik wird beispielsweise das vorher noch reparierte Velo in den Fokus gerückt, mit dem Darsteller bestückt und mit der richtigen Musik untermalt, scheint der Zuschauer plötzlich Zeuge einer rasanten Velofahrt durch eine verkehrsreiche Strasse bei Regen zu sein. Rasant vergingen auch die rund 50Minuten, die das Theaterstück dauerte. So vergassen die Kinder am Ende vor lauter Hoffnung auf eine Fortsetzung fast zu klatschen. Gewürdigt hatten sie das grosse Theater allerdings schon vorher, mit viel Gelächter und grossen Augen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

30.11.2012

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www.schwyzkultur.ch/waZ1Kt