Liliane Juchli und Stefan Knobel, Initiant der Schwester-Juchli-Bibliothek, mit dem Standardwerk «Allgemeine und spezielle Krankenpflege». Bild Lilo Etter
Liliane Juchli und Stefan Knobel, Initiant der Schwester-Juchli-Bibliothek, mit dem Standardwerk «Allgemeine und spezielle Krankenpflege». Bild Lilo Etter

Dies & Das

Eine eigene Bibliothek für «Die Juchli»

Ab 1972 waren die Lehrwerke von Schwester Liliane Juchli Standard für Generationen von Lernenden in der Krankenpflege. Damit ihr Werk und ihr Wissen nicht in Archiven verschwinden, schuf die Stiftung Lebensqualität am Nordring 20 in Siebnen eine entsprechende Bibliothek.

Im Schulalter habe sie in die Mission gehen wollen, blickte die heute 81-jährige geistig äusserst interessierte und bewegliche Schwester Liliane Juchli auf ihr Leben zurück. Die gebürtige Aargauerin nahm an der Eröffnung der ihr gewidmeten Bibliothek persönlich teil und Anteil. Um ihrem Ziel näherzukommen, lernte sie von 1953 bis 1956 Krankenschwester und trat 1956 ins Kloster Ingenbohl ein. Deshalb freute sie sich besonders darüber, dass die Bibliothek im Kanton Schwyz eine Bleibe fand.

Grosses Fachwissen

In die Mission gegangen sei sie dann doch nicht, hielt Schwester Liliane Juchli fest. Dafür schloss sie 1964 beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) in Zürich ihre Ausbildung zur Lehrerin für Krankenpflege ab. Aus ihrer Lehrtätigkeit erwuchs eine Sammlung von Fachwissen, aus der ein Werk entstand, das über den ganzen deutschen Sprachraum hinaus Standards in der Pflege setzte. Schwester Liliane Juchli sah die Krankenpflege und die Menschen stets ganzheitlich, als Pionierin professionalisierte, strukturierte und vertiefte sie das Pflegewissen.

Entwicklungshilfe im Krankenwesen

Indem sie ein Stück Entwicklungshilfe in der Krankenpflege leistete, habe sie dennoch eine Art von Mission erfüllt und so gesehen auch ihr Ziel erreicht, meinte die Ordensfrau strahlend. Dies konnte Stefan Knobel, Präsident des Stiftungsrats der Stiftung Lebensqualität nur bestätigen, seien ihre Werke doch auch für seine Ausbildung in der Krankenpflege prägend gewesen. Die Stiftung wolle ihrem Schaffen eine eigene Bibliothek widmen, um ihr fundiertes Wissen zu erhalten, betonte er. Juchlis Werk ist heute noch aktuell und richtungsweisend. Auch, weil hinter dem Tun die Haltung steht.

Alle Werke

In der Bibliothek sind alle Bücher, Referate und Tonträger über und von Schwester Liliane Juchli zu finden. Darunter ihre Standardwerke sowie Titel wie «Bilder einer Depression» oder«Wohin mit meinem Schmerz?».

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

23.06.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/TCBbKf