Das Blasorchester Siebnen unter der Leitung von Blaise Héritier nimmt im Mai an der Europameisterschaft der Blasorchester teil.  Bild zvg
Das Blasorchester Siebnen unter der Leitung von Blaise Héritier nimmt im Mai an der Europameisterschaft der Blasorchester teil. Bild zvg

Musik

Das BOS misst sich mit den besten Blasorchestern Europas

Das Blasorchester Siebnen (BOS) nimmt an der European Championship for Wind Orchestras (ECWO) – der Europameisterschaft für Blasorchester – in Belgien teil. Dort wird es ein Werk zur Uraufführung bringen.

Am 26. Mai treten in der Henry Le Boeuf Hall in Brüssel neun Orchester zum musikalischen Wettstreit an. Nebst Orchestern aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen,Schweden und Spanien ist auch eines aus der Schweiz dabei – das Blasorchester Siebnen (BOS). Dank seines Sieges in der Höchstklasse am Eidgenössischen Musikfest 2016 in Montreux gilt das BOS aktuell als bestes Blasorchester der Schweiz und wurde nach Belgien eingeladen. «Das ist eine einmalige Gelegenheit; etwas, das man wohl nur einmal im Leben erlebt», so Roman Hutzmann, Präsident des BOS. Deshalb freut er sich bereits heute auf die dreitägige Reise nach Belgien und darauf, in einem der besten Konzertsäle der Welt auftreten zu dürfen. Bei der Auslosung der Spielzeiten hatte das BOS das Glück auf seiner Seite. Während das erste Orchester am Samstagmorgen um 9 Uhr antreten muss, darf Siebnen um 20.30 Uhr spielen – notabene als letztes der neun Orchester. «Wir sind mit der Auslosung sehr zufrieden. Es ist uns eine grosse Ehre, den Abschluss des Wettbewerbs zu bilden.» Unmittelbar nach dem Vortrag der Siebner wird die Jury den Gewinner bekanntgeben. «Wir fahren ohne Erwartungen nach Brüssel», so Hutzmann. «Das Orchester aus dem niederländischen Thorn gehört zu den besten der Welt.» Und auch die Spanier seien sehr stark. «Wir gehen den Wettbewerb gleich an wie alle anderen Wettbewerbe: Wir bereiten uns so gut wie möglich vor, mit dem Ziel eines perfekten Konzertes –ohne die gesunde Demut zu verlieren», fasst er zusammen.


Nicht der erste Auftritt im Ausland


Die Teilnahme an der ECWO ist zwar eine Premiere für das BOS, internationale Erfahrung konnte das Siebner Höchstklass-Orchester aber bereits sammeln. Neben der zweimaligen Teilnahme am World Music Festival WMC in Kerkrade in den Jahren 1985 und 2009 unternahm das Blasorchester 2004 eine einwöchige Reise nach Valencia an das Certamen Internacional de Bandas de Musica CIBM. An der ECWO wird das BOS unter der Leitung von Blaise Héritier zwei Werke darbieten. Aufgabenstück ist «Mutations», ein circa elfminütiges Werk des belgischen Komponisten Bart Picqueur,das im vergangenen Jahr veröffentlicht worden ist.«Ein schwieriges Stück», wie Roman Hutzmann sagt. Das Selbstwahlstück «Soulful Stones», komponiert vom Spanier José Suner-Oriola, ist eine Uraufführung. Mit «Soulful Stones» hat Suner-Oriola eine 28-minütige Hommage an fünf Bauwerke des katalanischen Architekten Antoni Gaudí – Casa Milà, Casa Batlló, Palacio de Astorga, Parc Güell und Sagrada Familia – erschaffen.


Matineekonzert in Galgenen


Damit auch die Ausserschwyzer Musikbegeisterten die beiden Werke hören können und quasi als Hauptprobe gibt das BOS am Sonntag,20. Mai, um 10.30 Uhr ein Matineekonzert im Tischmacherhof in Galgenen. Während das Blasorchester «Mutations » und «Soulful Stones» erstmals vor Publikum aufführen wird,bestreitet die Jugendmusik Siebnen (JMS) den ersten Konzertteil. Passend zum Projekt gibt die JMS Werke und Arrangements von belgischen Komponisten zum Besten, darunter «Marche des parachutistes Belges» und «La Brabançonne», die belgische Nationalhymne.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger /  Irene Lustenberger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.04.2018

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schwyzkultur.ch/PRSUVK