Unter der Schweizer Fahne war in der Stockberghalle in Siebnen traditionelle wie auch schelmische Musik zu hören. Bild Lilo Etter
Unter der Schweizer Fahne war in der Stockberghalle in Siebnen traditionelle wie auch schelmische Musik zu hören. Bild Lilo Etter

Musik

Die «Gotthardbrigade»: traditionell und innovativ

Nach Mendrisio und Grono war Siebnen die dritte Konzertstation der «Gotthardbrigade». Die Fanfara brigata fanteria montagna 9, das Spiel der Gebirgsinfanterie Brigade 9, trug in der Stockberghalle das im WK in Suhr einstudierte Programm vor.

Das Konzert begann am Mittwochabend in der nicht ganz besetzten Halle mit dem feierlichen «Schweizer Psalm». Danach erklang unter der musikalischen Leitung von Daniele Giovannini aus Tesserete der Marsch «Capriasca in festa» von Gianfranco Berva, dessen weiterer Marsch «Cp. Info. 40» das offizielle Konzert auch beendete. Womit das Spiel der Gebirgsinfanterie Brigade 9 deutlich machte, dass es ein Tessiner Spiel ist.

Fein bis energisch

Die «Romantische Overture» des Schweizer Komponisten Stephan Jaeggi reichte breit gefächert von fein bis energisch. Eine Geschichte in Text, gesprochen von Kommandantin Oblt Alexandra Demarmels, und Musik des Engländers Derek Bourgeois, «Band Land», liess hören, wie innovativ und humorvoll Musik sein kann. Es ging um Streit und Versöhnung rivalisierender Holz- und Blechblasinstrumente. Die originelle Musik drückte die Handlung ebenso nachvollziehbar aus wie die begleitenden Worte.

Den Mond gestohlen

Nach der Pause traten die rund 50 Mann und zwei Frauen ohne Jacken auf. Anschliessend an die festliche Fanfare «A Salute from Lucerne» von Christoph Walter, der offiziellen Festmusik am Eidgenössischen Musikfest von 2006, ging es mit ungewöhnlicheren Tönen weiter. Für die Internationalen Festlichen Musiktage 1984 in Uster hatte André Besançon «Der kleine Schelm» geschrieben. Bei viel Geräuschkulisse, schwatzenden Bläsern und hart schlagendem Schlagzeug stahl der kleine Schelm zum Schluss den Mond. Im Wiegenlied «Brahm’s Lullaby» von Johannes Brahms mischten sich noch ganz andere Töne ein, und oft jazzig klang danach «Batman» von Danny Elfman.

Zugabe befordert

Ohne Zugabe liessen die nicht allzu vielen, dafür umso angetaneren Zuhörer das Spiel Geb Inf Brigade 9 nicht gehen. Zuerst glänzte es mit einem mitreissenden «My Way» mit mehreren Solisten und teilweise stehend gespielt ohne Dirigenten. Der Marsch «Mendrisio» von Mario Cairoli wurde von Kommandantin Oblt Alexandra Demarmels dirigiert, die danach bei Oberst Beat Diener, Kommandant Kompetenzzentrum Militärmusik, das Konzert als beendet meldete.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.04.2011

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schwyzkultur.ch/VeqbeU