Kräftigen Applaus konnte vor allem Jens Lohmann (Mitte) für sein Violinsolo entgegennehmen. Bild Lilo Etter
Kräftigen Applaus konnte vor allem Jens Lohmann (Mitte) für sein Violinsolo entgegennehmen. Bild Lilo Etter

Musik

Harmonisches Adventskonzert

Dynamisch, melodiös und virtuos präsentierte das Ausserschwyzer Kammerorchester Concento Stravagante sein Adventskonzert am Samstagabend in Siebnen und am Sonntagabend in Feusisberg. In Siebnen bekräftigte das Publikum in der gut besuchten evangelisch-reformierten Kirche seine Begeisterung mit grossem Applaus.

Als Erstes kam, präzise und sauber vorgetragen unter der Leitung von Jens Lohmann, «Concerto Polonois für Streicher und Continuo» von Georg Telemann (1681–1767) zu Gehör. Nach eleganter Festlichkeit schien sich die Musik im Tanz zu drehen, Lebhaftigkeit wurde von zurückhaltenden Takten abgelöst. In «Konzert für Flöte ‹La Notte› g-Moll Nr. 2, RV 439» von Antonio Vivaldi (1678–1741) gab Marilena Brazzola das Flötensolo.Neckisch wirkten die Takte mit ihrer Miniflöte in ihrem feinen, hellen Klang. Die musikalisch dargestellte Nacht war geprägt von energiegeladenen Träumen, virtuos von der Flöte in Töne umgesetzt. Aber auch die Stille der Nacht fand einen beschaulichen Ausdruck. Melodiös harmonisch folgte «Antiche Danze ed Arie per Liuto» von Ottorino Respighi (1879–1936), in dem die Geigen zuweilen freudig zu singen schienen. Sensibel war in einigen Passagen auch ein Hauch von Melancholie herauszuhören. Als Solist wirkte Jens Lohmann in «Konzert für Violine D-Dur RV 230 aus ‹L’Estro armonico› » von Antonio Vivaldi. Eindrücklich mit Kraft, kunstvollen musikalischen Figuren und ganz feinen Takten verwob sich sein Spiel mit dem als ruhiger Hintergrund wirkenden, kompakten Klangkörper des Orchesters.

Flöten verliehen Farbtupfer

Den Schluss machte «Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049» von Johann Sebastian Bach (1685–1750) mit Marilena Brazzola und David Deuber, Blockflöte. Bestens fügten sich die beiden Flöten in den ebenmässigen Klangteppich des Orchesters ein und verliehen ihm leuchtende, schillernde Farbtupfer. Weil das Publikum am Ende derart kräftig applaudierte, bot Concento Stravagante als Dank nochmals einen Solosatz mit Jens Lohmann aus Antonio Vivaldis Konzert für Violine.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.12.2012

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schwyzkultur.ch/Gsn7Mg