Sorgen bei «Salto Natale» für die Musik: Edgar und Susanne Schmid aus Siebnen. (Bild Irene Lustenberger)
Sorgen bei «Salto Natale» für die Musik: Edgar und Susanne Schmid aus Siebnen. (Bild Irene Lustenberger)

Musik

Mit Posaune und Cello zum Circus

Am 18. November feiert «Salto Natale» Premiere. Für den richtigen Ton sorgt Edgar Schmid. Der Siebner ist neuer musikalischer Leiter des Circus-Orchesters. Dem zehnköpfigen Orchester gehört auch seine Frau Susanne Schmid-Rojan an.

Wie ist es zum Engagement bei «Salto Natale» gekommen?

Edgar Schmid: Heier Lämmler, der PR-Verantwortliche von «Salto Natale», hat bei Pepe Lienhard nachgefragt, wen er für diesen Job empfehlen könnte. Und Pepe hat gesagt, er solle mich fragen. Weil Heier Lämmler wusste, dass meine Frau Cello spielt, haben wir beide uns mit ihm getroffen. Ich habe lange überlegt und bin dann zu Rolf Knie nach Mallorca geflogen. Nach einer Woche habe ich mich dann entschieden.

Ist Ihnen die Entscheidung leicht gefallen?

Edgar Schmid: Im Gegenteil. Heier meinte, dass noch keiner so lange überlegen musste, um bei einem solchen Job zuzusagen (lacht). Aber ich habe das ja noch nie gemacht und wollte möglichst viele Informationen, was denn genau meine Aufgabe sei. Es hätte ja keinen Sinn gehabt, wenn ich mich fehl am Platz gefühlt hätte oder nicht der Richtige für diesen Job gewesen wäre. Ich habe lange mit meiner Frau diskutiert und das Für und Wider abgewogen.

Kannten Sie «Salto Natale» vorher?

Edgar Schmid: Die Namen «Salto Natale» sowie Rolf und Gregory Knie kannte ich schon. Aber ich bin absolut kein Circusgänger. Da ist meine Frau völlig anders.

Was genau ist Ihre Aufgabe?

Edgar Schmid: Angefangen hat es mit der Zusammenstellung des Orchesters. Dann galt es, mit Rolf und Gregory Knie abzusprechen, welche Musik für welchen Show-Act gebraucht wird. Es gibt Musik, die mit einem Zehn-Mann-Orchester, wie wir es sind, gespielt werden kann, und solche, die musikalisch nicht machbar ist. Als drittes musste ich die Musik für die Band arrangieren, was sehr zeitaufwendig war. Und geprobt werden muss natürlich auch noch. Die Proben zu organisieren, ist relativ aufwendig. Immer wenn man meint, dass man alles gemacht hat, kommt etwas Neues (lacht). Und so wie ich Rolf in dieser kurzen Zeit kennengelernt habe, wird sich noch einiges ändern.

Wie viel wird Ihnen von Rolf und Gregory Knie vorgegeben und wie viel dürfen Sie selbst bestimmen?

Edgar Schmid: Relativ viel ergibt sich durch die Artisten. Und für den Rest, zum Beispiel das Opening, machen wir gegenseitig Vorschläge.

Was muss bis zur Premiere am 18. November noch getan werden?

Edgar Schmid: Nachdem das Orchester bis anhin alleine geprobt hat, sind wir nun im Zelt. Nach dem Soundcheck – wir spielen mit In-Ears, das heisst, dass jeder den Sound gut hören muss – proben wir seit vergangenem Mittwoch mit den Artisten zusammen. Zuerst üben wir mit den einzelnen Show-Acts, und einige Tage vor der Premiere proben wir dann den kompletten Durchlauf.

Woher haben Sie die Musiker?

Edgar Schmid: Teilweise sind es Leute, die ich kenne, teilweise wurden sie mir empfohlen. Nebst Susanne ist eine weitere Streicherin dabei, die bereits in den ver gangenen Jahren bei «Salto Natale» mitgespielt hat. Auch Corinne Gfeller, die Sängerin, war im vergangenen Jahr bereits dabei. Zu den Bläsern gehört Jörg Sandmeier aus Freienbach, der mit mir im Pepe-Lienhard-Orchester spielt. Der Trompeter ist derselbe wie im vergangenen Jahr. Ich wollte ja nicht alles über den Haufen werfen. Auch der Schlagzeuger war im vergangenen Jahr dabei. Wir beide haben zusammen die Rhythmusgruppe ausgesucht.

Sie sind bekannt als Jazzmusiker. Nun ist aber Zirkus etwas völlig anderes. Wird nun «Salto Natale» jazzig?

Edgar Schmid: Per Zufall ist es jazzig, ja (lacht). So tritt zum Beispiel der Ring-Jongleur zur Musik von Benny Goodman auf. Rolf Knie hat «Don’t Worry Be Happy» vorgeschlagen. Fast das ganze Programm ist swingend, es gibt aber kein Jazzkonzert.

Welches war die grösste Schwierigkeit?

Edgar Schmid: Sehr viel Arbeit bereitete das Suchen der Musiker. Denn es gab einige, die nur einzelne Tage hätten mitspielen können. Und das wollte ich nicht.

Folgen nach diesem Engagement noch weitere bei «Salto Natale»?

Edgar Schmid: Der Vertrag läuft für dieses Jahr, danach werden wir weiterschauen.

Susanne Schmid, wie ist es für Sie, unter der Leitung Ihres Mannes zu spielen?

Susanne Schmid: Dass mein Mann die Peitsche schwingt und ich Mä

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.11.2010

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schwyzkultur.ch/K6GUrp