Das Sinfonieorchester Ausserschwyz führte unter der Leitung von Urs Bamert Winter und Sommer in schönster Harmonie zusammen – und erntete für diese Leistung einen entsprechend grossen Applaus. Bild Lilo Etter
Das Sinfonieorchester Ausserschwyz führte unter der Leitung von Urs Bamert Winter und Sommer in schönster Harmonie zusammen – und erntete für diese Leistung einen entsprechend grossen Applaus. Bild Lilo Etter

Musik

Sommer und Winter in Eintracht

Mit dem Neujahrskonzert unter dem Motto «Kalt und warm – Winter- und Sommerträume» eröffnete das Sinfonieorchester Ausserschwyz (Soas) am Wochenende sein Jubiläumsjahr zum 10-jährigen Bestehen. In Siebnen und Schindellegi spielte es Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und PeterTschaikowsky.

Zuerst entführte das Soas unter der Leitung von Urs Bamert das Publikum am Samstag in der Siebner Stockberghalle und am Sonntag im Schindellegler Maihofsaal in dieWärme des Sommers. Aus der Bühnenmusik zu Shakespeares «Sommernachtstraum » (1843) von Felix Mendelssohn- Bartholdy kam als Erstes die Ouvertüre zu Gehör. Ihre Musik schwoll zuweilen zu raumgreifender Feierlichkeit an, konnte aber auch ganz fein und zart ertönen.

Täuschend echte Kulisse

Fliessend wandelten sich in «Scherzo: Allegro vivace» Struktur und Dichte der Klänge, wie wenn ein Vogel-schwarm im Flug am Himmel laufend seine Form verändert. Stiller und in sich ruhend folgte «Notturno». Als Letztes füllte der berühmte «Hochzeitsmarsch » festlich die Halle, wozu nur noch das Brautpaar fehlte, das gemessen durch die Halle schritt.

Eislandschaften und warme Musik

Nach der Pause zauberte das Soas in «Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 ‹Winterträume› (1868) von Peter Tschaikowsky musikalisch eine winterlich weisse Landschaft in die Stockberghalle. Mit seinem vielfältigen Klang weckte der erste Satz in der Fantasie Eindrücke von den Schönheiten des Winters mit Eiszapfen oder verschneiten Wegen. Intensive und brausende Takte erinnerten aber auch an seine Tücken wie bissige Kälte, Schneesturm oder Lawinen. Im zweiten Satz verbreitete die Musik die Ruhe eines tief verschneiten Waldes, in dem nur das Rieseln des Schnees von den Ästen zu hören ist.

Grosse Begeisterung

Luftig und gleitend nach einer munteren Fahrt im Pferdeschlitten klang der dritte Satz. Das Walzerthema war gemütlich warm, passend zur Einkehr in einem Café bei einer Tasse heisser Schokolade. In lebhafter Farbigkeit schien der letzte Satz einWinterfest im Schnee aufleben zu lassen mit sportlichen Wettbewerben und zu majestätischen Klängen einem Feuerwerk, das die nächtlich weisse Landschaft für Momente in bunt wechselndes Licht eintauchte. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten kräftigen Applaus.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.01.2014

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schwyzkultur.ch/Bxehk4