An den Konzerten des Sinfonieorchesters Ausserschwyz beeindruckte Solist Michael Schönbächler das Publikum mit seinem einfühlsamen Spiel auf der Posaune. Bild Lilo Etter
An den Konzerten des Sinfonieorchesters Ausserschwyz beeindruckte Solist Michael Schönbächler das Publikum mit seinem einfühlsamen Spiel auf der Posaune. Bild Lilo Etter

Musik

Viel Applaus für Orchester und Solist

Mit viel Musikalität beeindruckte am Samstagabend das Sinfonieorchester Ausserschwyz in Siebnen mit dem Konzert unter dem Motto «Musik aus dem Norden». Am Sonntag folgte ein Auftritt in Schindellegi.

Die Stockberghalle in Siebnen war gut besetzt, als das Sinfonieorchester Ausserschwyz am Samstag zum Konzert lud. Besonders einfühlsam gab Michael Schönbächler sein Posaunen-Solo. Als erstes war «Leonoren-Ouvertüre Nr. 3» zur einzigen Oper «Fidelio» von Ludwig van Beethoven, 1770- 1827, zu hören.

Urs Bamert hatte Leitung

Unter der Leitung von Urs Bamert reichte die präzise dargebotene Musik von zarten Klängen bis zu kräftigen, schicksalsbeladenen Takten. Heraus stach das berühmt gewordene Trompetensignal, dargeboten von Marc Jaussi. Dem schloss sich «Konzert für Posaune und Orchester» des Dänen Launy Grohndahl (1886-1960) mit Solist Michael Schönbächler an. Wie eine rote Rose inmitten eines Strausses von weissen Nelken stachen die einfühlsamen Posaunenklänge aus dem vielschichtigen Spiel des Orchesters heraus und blieben doch immer charaktervoller Teil davon.

Applaus für beeindruckendes Solo

Der zweite Satz begann düster wie ein nebliger Morgen in November. Durch die perlenden Klänge des Klaviers wurde die Stimmung aufgehellt und von der Posaune übernommen. Vom Rhythmus geprägt war zuerst der dritte Satz, dann zerfloss die Musik behutsam in weichere Töne. Für sein beeindruckendes Solo spendete das Publikum Michael Schönbächler besonders lang anhaltenden, herzlichen Applaus.

Wie ein Sommergewitter

Nach der Pause stand «Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39» des finnischen Komponisten Jean Sibelius auf dem Programm. In diesem viersätzigen Werk liess er mehrmals einen Spannungsbogen von ganz feinen Takten, die durch Harfenklänge noch sachter wurden, bis zu energiegeladenen Passagen ertönen. Damit erinnerte die ausdrucksstark gespielte Musik an einen idyllischen, duftigen Sommertag, dessen beschauliche Stille durch das Aufziehen einer markanten Kaltfront beendet wird. Das sanfte Lüftchen wurde zum Sturm, dunkle Wolken brachten heftigen Regen, Blitze zuckten grell und Donner grollten. Darin eingebettet schien eine harmonische Melodie auf, die friedliche Ruhe verströmte. Auch am Schluss war der Applaus herzlich und wollte lange nicht mehr aufhören. Das gleiche Konzert wurde am Sonntag im Maihofsaal in Schindellegi gespielt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.01.2011

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schwyzkultur.ch/cVjBgP