Jean Christoph Monnier durfte als erster Projektdirigent des BOS anerkennenden Applaus entgegennehmen. Bild Lilo Etter
Jean Christoph Monnier durfte als erster Projektdirigent des BOS anerkennenden Applaus entgegennehmen. Bild Lilo Etter

Musik

Vom Krönungsmarsch zur Schreibmaschine

Gleich drei Zugaben erklatschte sich das begeisterte Publikum am Frühlingskonzert des Blasorchesters Siebnen BOS, geleitet vom ersten Projektdirigenten, Jean Christoph Monnier. Unter dem Motto «Tanz der Musik» wusste es, die Zuhörer am Samstagabend in der praktisch voll besetzten Stockberghalle mitzureissen.

In seinen Begrüssungsworten gab Präsident Karl Seeholzer mit bewegter Stimme den Hinschied von Fritz Schmid, Ehrenmitglied des BOS, am Freitag, 16. April, bekannt. Musiker und Publikum verweilten kurz in stillem Gedenken an den Verstorbenen. Danach wurde das Frühlingskonzert mit dem erhaben-majestätischen Krönungsmarsch von Peter Ilyich Tchaikovsky eröffnet.

Von Russland nach Kuba

Dem folgten die «Polovetzer Tänze» von Eric Alexander Borodin, die vom wilden Tanz bis zu feinen Klängen reichten. Die eingängigste Melodie dieses Werkes wurde später unter dem Titel «Stranger in Paradise» zum Welthit. Von Russland leitete anschliessend Petra Kölbli, welche mit Charme durch das Programm führte, nach Kuba über. Die «Cuban Ouvertüre» von George Gershwin zeichnete von dieser Karibikinsel ein musikalisch vielgestaltiges Bild mit geschmeidig rhythmischem Flair.

Musik mit Schreibmaschine

Nach der Pause ertönte zuerst mit solistischen Einlagen die klassischrockige «Bohemian Rhapsodie» von Freddie Mercury. Für sein sensibles Posaunen-Solo in der gefühlvollen Melodie «Misty» von Errol Garner erntete Edgar Schmid einen grossen Applaus. Ein solcher war auch dem neckischen Stück «The Type Writer» von Leroy Anderson beschieden, in dem Mario Rüttimann den Tasten einer noch nicht elektronischen Schreibmaschine rhythmische Klänge entlockte, während Hugo Knobel den Glockeschlag für das Zeilenende angab. In «Children of Sanchez» von Chuck Mangione gaben Marc Jaussi, Trompete, und Dominik Hüppin, Saxophon, beeindruckende Soli. Und auch mit dem letzten Stück «The Incredibles » von Michael Giacchinoi spielten sich BOS und Dirigent nochmals so mitreissend in die Herzen der Zuhörer, dass diese gleich drei Zugaben erklatschten, darunter waren zwei Märsche zu hören.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.04.2010

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schwyzkultur.ch/Ab5tvr