Simon Jaussi mit seinem Schwyzerörgeli zu Hause in Siebnen-Wangen – mit seiner ersten CD hat er sich einen langgehegten Traum erfüllt. Bild Andreas Knobel
Simon Jaussi mit seinem Schwyzerörgeli zu Hause in Siebnen-Wangen – mit seiner ersten CD hat er sich einen langgehegten Traum erfüllt. Bild Andreas Knobel
Simon Jaussi zu seiner ersten CD Im Schwyzerörgeli-Trio Jaussi-Bühler-Schwarz mit Stefan Bühler (l.) und Stefan Schwarz (r.) hat Simon Jaussi die passenden Mitmusiker und Produzenten gefunden. Bild zvg
Simon Jaussi zu seiner ersten CD Im Schwyzerörgeli-Trio Jaussi-Bühler-Schwarz mit Stefan Bühler (l.) und Stefan Schwarz (r.) hat Simon Jaussi die passenden Mitmusiker und Produzenten gefunden. Bild zvg

Musik

Musikalische «Freudesprüng»

Simon Jaussi aus Siebnen ist eine Frohnatur. Das drückt sich  nicht zuletzt in seiner Schwyzerörgelimusik aus. Nun hat der bald 70-Jährige aus Siebnen-Wangen erstmals eine CD mit Eigenkompositionen veröffentlicht.

Wer ihn kennt, weiss: Freudensprünge passten schon immer zu Simon Jaussi. Mit bald 70 Jahren mögen diese Freudensprünge nicht mehr so hoch sein wie auch schon, eine Frohnatur ist er aber geblieben. Dass nun seine erste CD mit dem Schwyzerörgeli- Trio Jaussi-Bühler-Schwarz den Namen «Freudesprüng» trägt, macht deshalb Sinn. Ein langgehegter Traum ist in Erfüllung gegangen.

In der March hängen geblieben


Simon Jaussi stammt eigentlich aus dem bernischen Gürbetal. Der Schreinermeister begab sich in jungen Jahren auf «Wanderschaft», um schliesslich bei der Dominik Meier AG in Schübelbach seine Lebensstelle zu finden, wo er vor fünf Jahren als Leiter der Innenausbauabteilung pensioniert wurde. Seit über 40 Jahren sind er und seine Frau Vreni nun schon in der Region March wohnhaft. Die Zwillinge Chantal und Marc sind bereits ausgeflogen und haben ihre eigenen Familien gegründet. Sohn Marc und die vier Enkelkinder Lucio, Laura, Celia und Juri sind denn auch Teil der Aufnahmen – doch dazu später.

Örgelifieber brach spät aus


Musik gemacht hat Simon Jaussi schon von Kindsbeinen an. Beim Musikverein Seftigen gings los, später spielte er jahrzehntelang Bass im Musikverein Lachen. Das Schwyzerörgeli kam eher spät hinzu. Zusammen mit seinem Bruder Jörg wurde Simon erst als Erwachsener vom Örgelifieber gepackt. So ergab es sich, dass Jaussi bis heute mit verschiedenen Formationen immer mal wieder auftritt. Während der letzten etwa 25 Jahre sei es ihm auch ab und zu gelungen, die eine oder andere Melodie für Schwyzerörgeli zu kreieren, erklärt Jaussi. Die Idee, seine Musik in einem Trio harmonisch zum Klingen zu bringen, konnte er nun mit der CD «Freudesprüng» umsetzen.

Freunde und Familie mit dabei


Mitentscheidend für das Gelingen dieses späten Vorhabens waren zwei Freunde. Stefan Bühler am Schwyzerörgeli und Stefan Schwarz am Bass (Klarinette, Digi-Bass), der mit seiner Firma Adler Medien in Lommiswil auch für die Produktion verantwortlich zeigte, seien ein Glücksfall, so Simon Jaussi – und zwar musikalisch wie menschlich. «Zusammen mit solch versierten Musikern spiele ich gleich eine Klasse besser », meint er schmunzelnd. Dazu kommen jedoch noch mehrere «Gastmusiker». Martin Schütz zum Beispiel «groovt» einmal mit seiner Gitarre. Vor allem aber ist bei drei Stücken Marc Jaussi zu hören, Simons Sohn und von Beruf Profi-Trompeter. Und zwar mit Einlagen, die schon etwas in Richtung Jazz gehen – zweifellos eine sehr gelungene Abwechslung. Nicht zu vergessen sind schliesslich die vier Enkelkinder, denen je eine Komposition gewidmet ist, und die – wie eingangs erwähnt – das Titelstück mit einem fröhlichen «Juhui!» beenden.

Voller Qualität und Originalität


Wer nun glaubt, dass sich hier ein Amateur einfach eine persönliche Freude gemacht hat, irrt gewaltig. Die CD ist nicht nur technisch einwandfrei produziert, sondern auch musikalisch auf erstaunlich hohem Niveau. Dasselbe lässt sich über die Kompositionen von Simon Jaussi sagen, der 14 der 18 eingespielten Titel selber geschrieben hat und als noch unentdecktes Talent bezeichnet werden darf. Vom Marsch über die Polka und den Ländler bis zum Walzer und Fox kommen alle volksmusikalischen Genres zum Zug. Gemeinsam ist ihnen, dass sie allesamt lüpfig wie melodiös anzuhören sind und tatsächlich zu «Freudesprüng » animieren. Dies erstaunt insofern nicht, da dies zweifellos dem positiv-optimistischen Charakter des Komponisten entspricht. Musik als Medizin Übermütig wird Simon Jaussi wegen seiner ersten CD nicht. «Musigen» und es dabei gemütlich haben, bleibt sein Ziel. Und natürlich gesund bleiben. Das Mittel dafür hat er bereits gefunden, getreu eines Titels auf der CD: «Musig isch Medizin». Seine Dankbarkeit will Simon Jaussi auch in anderer Form ausdrücken. Sollte nämlich aus dem Verkauf wirklich etwas Geld hereinkommen, wird es an SOS Kinderdorf gespendet.

Ab sofort erhältlich


Die CD «Freudesprüng» kann bei Simon Jaussi (Telefon 079 304 69 43, s_jaussi@bluewin.ch), über die Adler Medien (www.adler-medien.ch) oder über www.sponti-oergeler.ch bezogen werden.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Andreas Knobel

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.10.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/A4pURM