Mann und Frau unterstützten sich bei den ersten Übungen.
Mann und Frau unterstützten sich bei den ersten Übungen.
Auch der Musiker Albi Isler wollte das richtige Chlefelen lernen. Bilder Kurt Kassel
Auch der Musiker Albi Isler wollte das richtige Chlefelen lernen. Bilder Kurt Kassel

Volkskultur

Ein Seminar der ganz besonderen Art

Wer kennt sie nicht, die Chlefeli oder Löffel mit denen in der Volksmusik die fehlenden Instrumente der Perkussion ersetzt werden? Diese Woche gab es Gelegenheit, sich von einer kompetenten Person in das Chlefelen einführen zu lassen.

Der Volksmusikverein Ufgspillt und Tanzet aus der March organisierte unter der Leitung des Musikethnologen Dieter Ringli einen gutbesuchten Einführungskurs zum Chlefelen. Die Spieltechnik ist einfach erlernbar. Das erste Chlefeli wird zwischen Zeige- und Mittelfinger geklemmt und mit Zeige-, Mittelfinger und Daumenballen fixiert, derweil das zweite locker zwischen Mittel- und Ringfinger festgehalten wird. Es muss frei hin- und her schwingen können. Durch das Auflegen von Ringfinger und kleinem Finger auf das äussere Chlefeli können verschiedene Tonhöhen und Klangfarben erzeugt werden. Die Kursteilnehmer gaben sich grosse Mühe und schon bald erklangen Ländler mit synchroner Taktbegleitung. Erfreut konnte man feststellen, dass auch die Frauen mit viel Gefühl mit den Chlefeli umgehen können. Der Volksmusikverein Ufgspillt und Tanzet pflegt die Volksmusik in der March und veranstaltet auch Ländlerstubeten.

Traditionelle Klapperinstrumente

Klapperinstrumente haben Tradition In vielen Ländern haben Klappern und andere Klapperinstrumente eine lange Geschichte. Die australischen Aborigines benützten sie genauso wie viele Völker in Asien, Afrika, Ozeanien oder Europa. Sie wurden aus Knochen, Holz oder Waffenmetall hergestellt. Die Bones, wie sie in den Südstaaten Amerikas auch genannt wurden, sind noch heute auf den Originalaufnahmen von «Sweet Giorgia Brown» von Brother Bones & his Shadows zu hören. Dieses Lied ging als Erkennungsmelodie der Harlem Globetrotters um die Welt. In der Schweiz bezeugen Dokumente, dass schon 1588 Buben mit Chlefeli am Karsamstag herumliefen. Der zweite Teil des Chlefelen-Seminars findet am 27. April ebenfalls im Restaurant «Krone» in Siebnen statt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

08.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/XjNXCw