Die Muotathaler Sennenfamilie beim gemeinsamen Fotoauftritt auf der Festbühne in der Mehrzweckhalle Muotathal. Bilder: Erhard Gick
Die Muotathaler Sennenfamilie beim gemeinsamen Fotoauftritt auf der Festbühne in der Mehrzweckhalle Muotathal. Bilder: Erhard Gick

Volkskultur

Späne und Heu flogen trotz Virus

Über 400 besuchten sie trotzdem: Die Sennenchilbi in Muotathal war auch ohne Umzug ein stimmungsvoller Hit.

«Die Stimmung – nein, die konnte uns das Virus nicht verderben», sagte gestern Ruedi Föhn, Präsident der Muotathaler Sennengesellschaft. «Sowohl am Samstagabend wie auch gestern Sonntag haben wir hier trotzdem eine stimmungsvolle Sennenchilbi erleben dürfen», sagte er weiter. Natürlich sei es sehr schade gewesen, dass man bei diesem Prachtwetter die vielen Nummern nicht einem grossen Publikum habe vortragen können.

Auf der Festbühne und im Freien war einiges los


Die Muotathaler waren aber keineswegs verlegen, eine bodenständige Chilbi auf die Beine zu stellen. Sie verlegten die Umzugsroute einfach auf die grosse Bühne in der Muotathaler Mehrzweckhalle. Die einzelnen Nummern patrouillierten einfach dort vor dem begeisterten Publikum und ernteten grossen Applaus. Allgemein wurden die über 400 Besucherinnen und Besucher mit vielen Darbietungen belohnt. Am Morgen starteten die Sennengesellschaften mit dem traditionellen Gottesdienst, dann gab es einen Einzug, Pardon, Umzug, in die Mehrzweckhalle Muotathal. Auf der Bühne trugen verschiedene Formationen Gesang und Unterhaltung vor, so etwa Mirielle und Cécile Schmidig mit Naturjüüzli, Dominik Pfyl mit einem Sennengedicht, der Jodlerklub Muotathal mit herrlichem Gesang, und die Kindertanzgruppe erfreute ebenfalls das Herz der Besucher. Auch der Zustupf, der Sketch und ein Büchelgsätzli fehlten nicht. Und draussen gaben einzelne Gruppen ihre vorbereiteten Nummern zum Besten, Heu und Späne flogen trotz Virus, Kaffee wurde serviert. Natürlich fehlte auch die ehrwürdige Sennengemeinde nicht. Hier gab es ein traditionelles Sesselrücken. Sennengrossdädi Franz Büeler übergab sein Amt an Oskar Pfyl. Für ihn rückte Sennenpräsident Ruedi Föhn als Sennenvater nach. Neuer Präsident wurde Michael Gwerder, und als Vizepräsident rückte Alois Föhn, Bisisthal, nach.

Bote der Urschweiz / Erhard Gick

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

09.03.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/vkZnes