Desmond Hudson in der Rolle des Exorzisten. Diese Szene wurde in einer verlassenen Fabrik in Brunnen gedreht. Bild: PD
Desmond Hudson in der Rolle des Exorzisten. Diese Szene wurde in einer verlassenen Fabrik in Brunnen gedreht. Bild: PD
Das in die Filmproduktion involvierte Team setzt sich aus Freiwilligen zusammen. Damit Licht, Ton, Kamerawinkel und die restlichen Details stimmen, braucht es eine ganze Crew. Bild: PD
Das in die Filmproduktion involvierte Team setzt sich aus Freiwilligen zusammen. Damit Licht, Ton, Kamerawinkel und die restlichen Details stimmen, braucht es eine ganze Crew. Bild: PD

Film

Brüder aus Steinen produzieren Kurzfilm

Desmond und Lenny Hudson befinden sich mitten in den Dreharbeiten für ihre Eigenproduktion «Der Fluch der Künstler».

Der 21-jährige Desmond Hudson steht nicht nur gerne vor, sondern auch hinter der Kamera. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Lenny Hudson steckt er mitten in den Dreharbeiten für den Kurzfilm «Fluch der Künstler». Mit einem Team, das aus rund 15 Freiwilligen besteht, stellen die Brüder das Filmprojekt auf die Beine. «Wir haben vor ungefähr drei Monaten mit den Arbeiten begonnen», erinnert sich Desmond Hudson. «Mein Bruder hat mithilfe unserer Mutter, die Autorin ist, das Skript geschrieben, dann ging es los mit der Planung.» Schauspielerinnen und Schauspieler wurden gesucht, Kostüme mussten aufgetrieben und Drehorte ausgewählt werden. Die bisherigen Szenen haben sie in einer Fabrik in Brunnen gefilmt. Der Film erzählt die Geschichte von zwei Studentinnen, die sich während der Ferien an der Kunsthochschule treffen, um ein Bildprojekt fertig zu gestalten. Doch dann erfahren sie von einem Fluch, und kurz darauf kommt es zu unerklärlichen Ereignissen. Die Hauptfigur Christa, gespielt von der Baslerin Sabrina Miller, will herausfinden, was dahintersteckt. Lenny Hudson ist Produzent und für die Nachbearbeitung zuständig, Desmond Hudson führt Regie und ist Co-Produzent. Er überlegt sich vorher jeweils genau, wie die Szenen letztlich aussehen sollen. «Ich habe alles über YouTube und durch Ausprobieren gelernt», verrät er.

Hat schon Erfahrungen am Set einer Netflixserie gesammelt


Es ist nicht das erste Mal, dass er an einem Filmset arbeitet. Bei den Dreharbeiten für die Netflixserie «Contigo Capitán» (der «Bote» berichtete) hatte er eine Statistenrolle. Momentan ist er zudem im letzten Jahr der Schauspielschule Vera Forster in Oerlikon. In «Fluch der Künstler» spielt er, zusätzlich zu den anderen Arbeiten, die Rolle eines Exorzisten. Was ihm am schwersten falle, sei der Zeitdruck und doch: «Jede Sekunde macht mir Spass.» Der Film soll 20 bis 30 Minuten lang werden und wird eine Mischung zwischen Drama und Dry Comedy. «Ich bin ein Fan von langsamen Szenen», sagt Desmond Hudson. Es handelt sich daher beim Film um einen «Slow Burn». Mit Ausnahme einiger düsterer Szenen soll der Film ein warmes Gefühl vermitteln. «Er ist kunstvoll gestaltet mit vielen kreativen Inputs», beschreibt Desmond Hudson das Projekt. Der Film soll im Frühling fertiggestellt werden. Die beiden Brüder wollen anschliessend Kinos kontaktieren und den Kurzfilm auf YouTube hochladen. «Wir haben schon über weitere Projekte gesprochen», sagt Desmond Hudson, der das Ganze später professionell machen möchte. Anderen Menschen, die dasselbe Ziel verfolgen, rät er: «Habt keine Angst und fragt um Hilfe. Die meisten sagen schon nicht Nein.» Weiter glaubt er: «Jeder Regisseur hat mit einem Kurzfilm angefangen. Irgendwo muss man beginnen.»

Bote der Urschweiz / Alena Gnos

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

21.12.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/fVkBEj