Sensationell: Das 1999 gegründete Lucerne Chamber Brass Blechbläserensemble faszinierte.
Sensationell: Das 1999 gegründete Lucerne Chamber Brass Blechbläserensemble faszinierte.

Dies & Das

Über 300 Jahre Musikgeschichte erschallte

Hochstehender Anlass in der Pfarrkirche Steinen mit dem Lucerne Chamber Brass Blechbläserensemble. Im prächtig dekorierten Gotteshaus spielten die fünf Männer Musikstücke der Sonderklasse und holten sich dafür Riesenapplaus.

Nach der Begrüssung durch den in Steinen wohnhaften Philipp Schulze an die trotz Frostwetter zahlreich anwesenden Gäste stellte der Trompetenspieler Basil Hubatka die vielseitigen Stücke vor. Hinter der Weihnachtskrippe spielten er als Trompeter und Arrangeur, Hornbläser Philipp Schulze, Daniel Schädeli (Tuba), Pirmin Rohrer (Posaune) sowie Martin Bieri (Trompete) – alle bekannte Professionelle mit grosser internationaler Erfahrung. Als Ouverture erklang eine von Georg F. Händel (1685–1759) im Jahr 1749 für militärische Instrumente komponierte Ouverture, gefolgt vom Pastorale aus «Concerto grosso fatto per la notte di natale» von Arcangelo Corelli (1653–1713). Sehr beeindruckte auch das von Antonio Vivaldi (1678–1741) in drei Sätzen entstandene «Concerto in C».

Zwei herrliche Zugaben

Aus der Traumstadt Venedig entstammte Tomaso Albinoni (1671– 1751). Das Ensemble spielte vom Stück «SonataVII» aus «Trattenimenti armonici per camera». Georg F. Händel hatte bei Regen in London einem singenden Handwerker zugehört und komponierte darauf die Arie «Der harmonische Grobschmied». Absolut zauberhaft wirkte das eher unbekannte, ursprünglich für fünf Klarinetten komponierte «Adagio» (KV 411) von Wolfgang A. Mozart (1756–1791). Ebenfalls von diesem weltweit hochbedeutenden Klassiker stammten die Variationen über «Morgen kommt der Weihnachtsmann» (KV 265), welche das Luzerner Blechbläserensemble zum Abschluss ihres hochsympathischen einstündigen Konzerts spielte. Für die begeistert klatschenden Zuhörerinnen und Zuhörer gab es als erste Zugabe das unwiderstehliche, von James Pierpont (1822–1893) komponierte Stück «Jingle Bells» und als letzte Beifügung Leroy Andersons (1908–1975) «Sleigh Ride». Nach diesem wundervollen Abend ging es dann auf den Heimweg.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

04.01.2010

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schwyzkultur.ch/mGJxdv