Sepp Risi-Rickenbacher sprach zur Eröffnung der von Albin Marty (rechts), Präsident der K. + K. von Rickenbach-Stiftung, organisierten Ausstellung. Bilder: Patrick Kenel
Sepp Risi-Rickenbacher sprach zur Eröffnung der von Albin Marty (rechts), Präsident der K. + K. von Rickenbach-Stiftung, organisierten Ausstellung. Bilder: Patrick Kenel
Josef Rickenbachers Werk lebt weiter. Nun findet in Steinen eine bedeutende Ausstellung statt. Bild: PD
Josef Rickenbachers Werk lebt weiter. Nun findet in Steinen eine bedeutende Ausstellung statt. Bild: PD
Die Skulptur «Ausruhen» verbleibt dauerhaft in der Husmatt.
Die Skulptur «Ausruhen» verbleibt dauerhaft in der Husmatt.
Valéry Burot (Gitarre) und Hanspeter Oggier (Panflöte) spieltenMusik von Debussy und Ravel.
Valéry Burot (Gitarre) und Hanspeter Oggier (Panflöte) spieltenMusik von Debussy und Ravel.

Kunst & Design

Steiner Bildhauer wiederentdecken

Die K. + K. von Rickenbach-Stiftung bringt mit einer Ausstellung in ihrer Überbauung Husmatt Werke von Josef Rickenbacher zurück nach Steinen. Sie hat eine passende Bronzeskulptur erworben und wird sie dort dauerhaft installieren.

«Ich habe ihn nur zweimal ohne Béret gesehen», sagte Sepp Risi-Rickenbacher über die Kopfbedeckung seines 2004 verstorbenen Schwiegervaters. An der Vernissage schilderte er am Samstag vor rund 150 Interessierten kurz die vielfältige Künstlerbiografie Josef Rickenbachers. Nach schwierigem Beginn in Zug habe dessen Atelier an der Mühlegasse in Steinen grosse Bedeutung erlangt. Wesentlichen Anteil daran hatten neuartige Kircheneinrichtungen aus Bronze, welche damals gefragt waren. Schliesslich erhielt er gar Aufträge für Skulpturen auf dem berühmten Matterhorn. «Sein grösstes Kunstwerk war aber Tochter Cécile», verkündete der stolze Ehemann. Seinen Cousin Franz-Xaver Risi verbindet eine andere Beziehung zu Rickenbacher: Dem «Eidgenössischen Kreuzweg » am Bundesbriefmuseum begegnet er täglich auf seinem Arbeitsweg. «Es ist ein Werk, das den Betrachter in seinen Bann zieht», so Risi. Der kantonale Kulturbeauftragte brachte in Erfahrung, dass vier politisch kritische Kreuzgangmotive damals nicht angekauft worden seien. Der Künstler habe somit auch Diskussionen ausgelöst. In den 1980er-Jahren ehrte der Kanton den Steiner Bildhauer mit dem Kulturpreis und einem «Schwyzer Heft». «Dass es in den letzten Jahren um sein Werk ruhiger geworden ist, ist zu bedauern. Die Ausstellung könnte auch zur Wiederentdeckung beitragen », meinte Risi abschliessend.


Elf beispielhafte Skulpturen im Garten


Auf einem Rundgang sind bis zum 14. September elf Skulpturen in der Gartenanlage der Husmatt öffentlich ausgestellt. Neben Frauenfiguren schuf Rickenbacher unter anderem eine kuriose Wasserschale für durstige Vögel oder eher abstrakte Formen. Im Restaurantraum sind zudem vier Kleinplastiken zu sehen. Auf Verhandlungsbasis sind die ausgestellten Werke verkäuflich. «Vereinzelt verkaufen wir Teile des Nachlasses. Es ist jedoch kein Ausverkauf vorgesehen », präzisiert Sepp Risi. Mit den Einnahmen könnten weitere Gipsmodelle in Bronze gegossen werden. Bereits fest steht, dass die Frauenfigur «Ausruhen» auf dem Areal der Husmatt-Alterswohnungen installiert wird. Es wird das fünfte Werk des Künstlers, das dessen Heimatort schmücken soll.


Bote der Urschweiz / Patrick Kenel

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

20.08.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/UkM9Li