Am letzten Samstag beim Videodreh vor dem «Green Screen»: Polly Duster mit Thomas Kälin (von links), Richi Betschart, Roger Schönenberger, Mike Heusser und Beat Schibli. Bild Andrea Schuler
Am letzten Samstag beim Videodreh vor dem «Green Screen»: Polly Duster mit Thomas Kälin (von links), Richi Betschart, Roger Schönenberger, Mike Heusser und Beat Schibli. Bild Andrea Schuler

Musik

Polly Duster versucht es nochmals

Statt die Steiner Spassrocker Polly Duster vertrat Michael von der Heide die Schweiz am diesjährigen Eurovision Song Contest in Oslo. Resultat: «Zero Points». Nun hat SF DRS den Teilnahmemodus geändert, und Polly Duster sind überzeugt: «Diesmal schaffen wir es!»

Man hätte es dem Goldjungen Michael von der Heide wirklich gegönnt, wenn er im Gegensatz zu den Lovebugs oder DJ Bobo in den Jahren zuvor wenigstens ein paar Pünktchen am Eurovision Song Contest eingefahren hätte. Aber nein, die Schweiz und ihr Sangesknabe wurden vom restlichen Europa gnadenlos ignoriert, fast wie beim Durchstich am Gotthard. Aber das ist ein anderes Thema.

Fünf männliche Lenas

Die Verantwortlichen des Schweizer Fernsehens wollen nun das Volk mitreden lassen. Der Eurovision Song Contest (ESC) hat nämlich durch die Siege zweier westlicher Länder (Norwegen und Deutschland) hierzulande enorm an Popularität gewonnen. Deshalb muss die Schweiz unbedingt wieder einmal ins Final kommen. Das wollten Polly Duster bereits dieses Jahr und setzten sich mit einem fetzigen Song («It’s your life»), einem Knallervideo und einer ziemlich fetten Präsentation inklusive Stretchlimousine vor dem Verkehrshaus in Luzern mächtig in Szene. Doch im Leutschenbach hatte man wenig Gehör. Das ist jetzt anders. Polly Duster amten auf der TV-Website gar als Darsteller des Erklärungsvideos (der TV-Geheimtipp), und in den letzten Wochen haben die fünf Musiker und ihre treue Entourage still und heimlich am Eurovisions-Projekt 2011 in Düsseldorf gearbeitet. «Wir sind nämlich fünf Lenas», sagt Sänger Roger «Schöni» Schönenberger. Sich auf der Bühne ungelenk bewegen, heisse (Schotten-)Röckchen tragen, knackige Happytextchen zum Besten geben und jede Menge Spass haben. «Alles kein Problem. Das haben wir in den Genen. Genau wie die kleine Lena.» Und nicht zu vergessen. Mit dem Goldauer Produzenten, Studiozauberer und Songschreiber Ralph Zünd verfügen Polly Duster gewisserweise über den Stefan Raab der Schweiz. Nur für eine eigene TV-Show hat Ralph Zünd gerade keine Zeit.

Jede Stimme zählt

Doch ist dieTeilnahme bei diesen Voraussetzungen nun reine Formsache? «Naja, wir sind schon super unterwegs, und der neue Song ‹Up to you› aus der Feder von Ralph Zündist ein Knaller. Das finden nicht nur wir und alle, die je ein Bierchen von uns spendiert bekommen haben», sagt Keyboarder Beat Schibli. «Aber das reicht noch nicht. Es wird gevotet, und da müssen wir Gas geben.» Ab Anfang November kann für alle Songs, die entweder direkt auf die ESC-Homepage des Schweizer Fernsehens kommen oder dies via DRS3/mx3.ch schaffen, abgestimmt werden. Damit das Vorhaben von Polly Duster auch visuell klipp und klar ist, hat man wieder den Filmemacher Thomas Stocker an Bord geholt. Letzten Samstag wurde das Video gedreht, und wer das letztjährige Werk des talentierten Filmers sah, darf sich freuen. So auch Gitarrist Thomas Kälin: «Eine Hammersache, perfekt zum Song. Wir haben gleich den Tourbus für Düsseldorf gebucht! » Doch trotz aller guten Sterne über dem «Polly Duster»-Himmel: Erst kommt das Publikumsvoting, und da liegt die Macht der Entscheidung beim Volk. Genauso wie es sein soll, finden die «Pollys».

Infos unddas Video (ab 30. Oktober) gibt es unter:

www.eurovisionplattform.sf.tv ,
www.facebook.com/pollyduster
und
www.pollyduster.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.10.2010

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schwyzkultur.ch/D63e8t