Vor den beiden Steiner Fasnachtsfiguren Talibasch und Välädi: OKP Werner Schibig (links) mit den anwesenden Narrenvätern. Bild Ernst Immoos
Vor den beiden Steiner Fasnachtsfiguren Talibasch und Välädi: OKP Werner Schibig (links) mit den anwesenden Narrenvätern. Bild Ernst Immoos

Volkskultur

Eine Narren-Suite für Aug und Ohr

Die kommende Steiner Fasnacht wird zu einer musikalisch- medialen Show: Das Musik- Projekt nennt sich «Talibasch- undVälädi-Suite» und soll im November 2013 uraufgeführt werden.

Die Steiner Fasnacht ist längst ein Gütezeichen für die Narrenfreunde, und die Steiner Narrenväter sind sich denn auch einig: «Niemand anders als die Steiner bringen den Narrentanz schöner und runder auf den Boden.» Nun soll die Fasnacht Steinen auch noch zu einem Multimedia-Ereignis mit Musik werden. Für das ehrgeizige Projekt zeichnet die Musikgesellschaft Steinen, welche das musikalische Gesamtwerk auch produziert. Die Fasnacht ist in Steinen einer der beliebtesten kulturellen Anlässe, und der Narrentanz wird jedem Steiner mit der Muttermilch quasi «eingeimpft», ist man im Stauffacherdorf überzeugt. Die Fasnacht hat ja mit dem Klingen des Rollengurts des Blätz, dem «Güssen» der Kinder und dem Tricheli des Välädi viel Musikalisches zu bieten. Nun soll ein Gesamtwerk die magischen Momente der Steiner Fasnacht zusammenfassen.

Musikalische Multimedia-Show

Wie am vergangenen Samstag anlässlich des Treffens mit den Steiner Narrenvätern Werner Schibig, OKP Talibasch- undVälädi-Suite, bekannt gab, soll die Musikgesellschaft Steinen live zu einer speziell kreierten Multimedia- Show mit Dias und Videos für das Musikalische besorgt sein. Der Musiker Hansjörg Römer, Brunnen, sei bereits beauftragt worden, im unterhaltsamen Stil zu komponieren. Stefan Zürrer, Sattel, wird an der kommenden Fasnacht Foto- und Videoaufnahmen machen. Um das «Stimmungsbild» musikalisch und fotografisch richtig einfangen zu können, rief OKP Schibig alle Narrenväter an denTisch. «Nur so kann das geballte Steiner Fasnachts-Know-how der Vergangenheit und Gegenwart zusammenkommen», sagt Schibig. Die motivierten närrischen Altherren schöpften aus dem Vollen ihrer Narrenvater-Tätigkeit und brachten gute und originelle Ideen für das Projekt «Talibasch- und Välädi- Suite» ein. Vor allem die Einmaligkeit der Steiner Fasnacht wurde hervorgehoben, und am närrischen Tisch war man sich einig, dass Fasnacht auch ein Integrationsmittel sei.

Respekt gegenüber der Fasnacht

Dies haben Neuzuzüger, die vom Steiner Fasnachtsvirus gepackt wurden, bewiesen. Abschliessend hiess es: Es soll eine «Suite» werden, in welcher gar Musik von Richard Strauss Platz haben kann. Im Allgemeinen aber erhoffen sich die Steiner Narrenväter, dass das Werk Respekt gegenüber der Fasnacht zeige und eine volkstümliche und urchige Note erhält.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

03.12.2012

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schwyzkultur.ch/wZpZFr