Der Grundstein ist gelegt: Talibasch und Välädi arbeiten unter der Aufsicht einer Vorstandsdelegation für ihren künftigen Sockel, auf dem sie künftig das ganze Jahr eisern stehen werden. Bild Josias Clavadetscher
Der Grundstein ist gelegt: Talibasch und Välädi arbeiten unter der Aufsicht einer Vorstandsdelegation für ihren künftigen Sockel, auf dem sie künftig das ganze Jahr eisern stehen werden. Bild Josias Clavadetscher

Volkskultur

Talibasch steigt auf den Sockel

Die beiden Symbolfiguren der Steiner Fasnacht erhalten ein Denkmal: Talibasch und Välädi haben soeben den Grundstein gelegt für den Sockel, auf den sie bald steigen werden.

Eigentlich ging es sehr zügig voran. Vor zwei Jahren stellte alt Narrenvater Herbert Annen den Antrag, der Fasnacht ein Denkmal zu errichten. Ein Jahr später wurden die vom Vorstand durchgeführten Abklärungen und Details vorgestellt und der Beschluss gefasst. Und jetzt ist das Denkmal bereits da: Es steht irgendwo unter Verschluss in Steinen herum und wartet auf den grossen Moment.

Enthüllung am 11. Februar

Der wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn vorgestern haben Talibasch und Välädi, wie beim Underemachä mit Pickel und Schaufel, den Grundstein gelegt. Auf dem kleinen Plätzli vor der Kantonalbank wird das Denkmal für die beiden Symbolfiguren errichtet. Am 11. Februar, wenn die Steiner Fasnachtsgesellschaft ihren 75. Geburtstag feiert, wird das Denkmal in einer fasnächtlichen Feier enthüllt. Die Plastik ist 1,6 Meter hoch, zeigt logischerweise die beiden Figuren und ist in Bronze gegossen. Welchen Eindruck aber das Denkmal machen wird, das wird in Steinen mit Spannung erwartet. Geschaffen worden ist die Plastik von Holzbildhauer Martin Schibig. Er hat die Vorlage in Sagex und Wachs hergestellt, bevor sie in der Giesserei dann in wetterfestes Metall umgesetzt worden ist. Schibig ist selber Fasnächtler, Tambour und engagierter Steiner, er konnte also aus dem Vollen schöpfen. «Das war auch die spezielle Herausforderung», erklärte er, «im eigenen Dorf und für die eigene Fasnacht ein Denkmal zu schaffen.»

Finanzierung lief glänzend

Eine Überraschung hat die Fasnachtsgesellschaft mit der Finanzierung erlebt. «Die Kosten von 36 000 Franken konnten eigentlich problemlos gedeckt werden», strahlte Narrenvater und Präsident Markus Meyer. Das Echo bei den rund 800 Mitgliedern war ausgezeichnet. 24 Privatpersonen, Fasnachtsgruppen oder Firmen haben je 1000 Franken gespendet und können sich so auf einer Sponsorentafel verewigen lassen. Hauptsponsor war die Schwyzer Kantonalbank. Das Denkmal sei sozusagen von der ganzen Bevölkerung getragen, freut man sich in der Fasnachtsgesellschaft.

Premiere für ganz Innerschwyz

Dieses Denkmal für die unverwechselbaren Talibasch und Välädi ist auch für ganz Innerschwyz eine erstmalige Sache. Abgesehen vom kleinen Bartlibrunnen hinter der Dorfkapelle Brunnen gibt es sonst kein Fasnachtsdenkmal. Steinen wird da etwas voraus haben: Mitten im Dorf, an einem gut frequentierten Platz bei Gemeindeverwaltung, Bank, Post und Schulhaus, werden künftig zwei Figuren das ganze Jahr hindurch an die herrlichsten Tage im Jahr erinnern.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

09.01.2012

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schwyzkultur.ch/yZcEZU