Das Publikum bedankte sich bei den Musikern Mattia Zappa (links) und Massimiliano Mainolfi mit einem langen Applaus. Bild: Roger Harrison
Das Publikum bedankte sich bei den Musikern Mattia Zappa (links) und Massimiliano Mainolfi mit einem langen Applaus. Bild: Roger Harrison

Kunst & Design

Musik

Stimmungsvoller Saisonabschluss für «Beflügelt»

Der Cellist Mattia Zappa und der Pianist Massimiliano Mainolfi begeisterten das Publikum in der reformierten Kirche. Die Künstlerin Silvana Savini zeigte im Konzertsaal eine Auswahl ihrer Kunstschätze.

Der Verein Beflügelt blickt zufrieden auf eine gelungene Konzertsaison 2018/2019 zurück. Mit den zwei ausgewählten Werken – der wunderschönen Sonate Nr. 3 von Ludwig van Beethoven und der romantischen a-moll-Sonate von Edvard Grieg – schauten die Musiker am letzten «Beflügelt »-Konzert auf 25 Jahre ihrer gemeinsamen Konzerttätigkeit zurück.


Es knisterte im Publikum


Diese Perlen der klassischen Musik begleiteten das Duo über eine längere Zeit und wurden auch auf CDs eingespielt. Das Duo fesselte die Konzertbesucher mit seiner emotionsgeladenen Interpretation dieser bekannten Werke. Der Cellist Mattia Zappa faszinierte mit seiner unglaublichen Technik und dem wunderbaren warmen Klang seines Florentiner Gabbrielli-Cellos aus dem Jahr 1758. Massimiliano Mainolfi begleitete am Klavier virtuos und einfühlsam das Violoncello und meisterte seinen Part mit Bravour, vor allem in der technisch anspruchsvollen Grieg-Sonate. Den Musikern gelang es, eine elektrisierende Stimmung zu erzeugen, und an manchen Stellen schufen sie eine derart mitreissende Spannung, dass das Publikum den Atem anhielt, um keine Silbe dieser wunderschönen Musiksprache zu verpassen. Dieses bedankte sich mit einem langen Applaus. Als Zugabe gab es «Thema Melancholie » aus «Cinema Paradiso» von Ennio Morricone, überarbeitet vom italienischen Komponisten Nicola Rigato und speziell arrangiert für das 25-Jahr- Jubiläum des Duos. Nach dem Konzert wurde das Publikum zu einem vom Verein Beflügelt offerierten Apéro geladen.


Alltägliche Sujets als Kunst


In der Ausstellung der Künstlerin Silvana Savini konnte man wahre Kunstschätze bewundern. Zur Entstehung der Werke erzählte die Künstlerin spannende Geschichten, wie sie alltägliche Gegenstände – zum Beispiel die Innenseite eines Tetra-Paks oder ein Abdruck des Schminkblocks auf dem Glas in ihrem Badezimmer – inspirierten und sie diese dann in künstlerische Objekte umwandelte. Ihre Kunst ist bemerkenswert und sehr emotional. Beeindruckend ist zum Beispiel das kleine Bild mit einer roten Blume, das sie «Poppy» (Mohnblume) taufte. Die Idee für das Bild kam ihr beim Besuch eines Soldatenfriedhofs in der Normandie, auf dem die Opfer der beiden Weltkriege ihre letzte Ruhe fanden. Die Mohnblume mit ihren blutroten Blütenblättern verwelkt, sobald man sie pflückt – so wie die Leben der jungen Soldaten, die der Krieg zu früh beendete. Der Mohn gilt zudem als Symbol der Erinnerung an alle Verstorbenen. Aufmerksame Betrachter konnten daraus eine wichtige Botschaft mitnehmen: dass aus jeder Empfindung etwas Wunderbares entstehen kann.


Weiter geht es im August


Dank der Unterstützung vieler Sponsoren freut sich der Verein Beflügelt, in der kommenden Saison erneut ein Programm auf höchstem musikalischem Niveau zu präsentieren. Das interessierte Publikum ist am Freitag, 23. August, herzlich zum Auftakt der neuen Konzertsaison eingeladen. Der Verein Beflügelt startet an der Friday Jazz Night mit dem in Küssnacht geborenen und in seiner Wahlheimat New York lebenden Saxofonisten Linus Wyrsch. Danach geht es klassisch weiter. Die Kunstaustellungen werden neu gestaltet: «Beflügelt» gibt die Bühne frei für junge Talente aus der Region.


Bote der Urschweiz / pd/red

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design
  • Musik

Publiziert am

21.05.2019

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