Musik
Stradivari-Fest Gersau mit Flöte und Klarinette gestartet
Am Mittwochabend fand das erste Konzert des diesjährigen Stradivari-Fests Gersau im «Waldstätterhof» in Brunnen regen Anklang.
Diese Woche startete bereits die zwölfte Ausgabe des Stradivari-Fests Gersau, diesmal mit dem Titel «Mozart am Ufer des Vierwaldstättersees». Das Fest wurde am Mittwochabend im «Waldstätterhof» in Brunnen mit einem spannenden Programm eröffnet: Die Flötistin Nolwenn Bargin und der Klarinettist Fabio Di Càsola musizierten zusammen mit dem Stradivari-Quartett. Neu ist am Stradivari-Fest, dass eine halbe Stunde vor jedem Konzert ein «Prélude», eine Werkeinführung, geboten wird, in diesem Jahr mit der Musikwissenschafterin Lea Vaterlaus. Sie bot den Konzertbesucherinnen und -besuchern wertvolle Informationen rund um den Komponisten, die Werke und den zeitgeschichtlichen Kontext.
Flötenquartett auf einer Reise nach Mannheim geschrieben
So erfuhren die Anwesenden, dass Wolfgang Amadeus Mozart das Flötenquartett in D-Dur, KV 285, mit 21 Jahren auf einer Reise nach Mannheim geschrieben hat. Es ist das bekannteste und repräsentativste seiner vier geschriebenen Flötenquartette. Verglichen damit war das auf dem zweiten Programmpunkt stehende Klarinettenquintett in A-Dur, KV 285, musikalisch vielschichtiger und enthielt vier Sätze. Mozart schrieb das Quintett im Jahr 1789 als 33-Jähriger für seinen engen Freund Anton Stadler, einen Klarinettenvirtuosen. Es ist das erste vollwertige Werk für die Besetzung aus Klarinette und Streichquartett und begründete damit eine völlig neue Gattung. Die Gersauer Bezirksrätin Regula Müller begrüsste die Musikinteressierten zu Beginn und gedachte des verstorbenen Erwin Nigg, des ehemaligen Präsidenten des Stradivari-Circle. Sie erwähnte, dass der geografische Mittelpunkt des Stradivari-Fests trotz Abstechern nach Brunnen und Vitznau Gersau sei, was sie sehr stolz mache. Mittlerweile besucht ein treues Stammpublikum die Konzerte des Stradivari- Fests, das noch bis am Sonntag dauert. Bei schönem Wetter wird es möglich sein, die Serenade am See am Samstagabend bei der Seebühne draussen durchzuführen.
Bote der URschweiz / Ruth Auf der Maur
Autor
Bote der Urschweiz
Kontakt
Kategorie
- Musik
Publiziert am
Webcode
www.schwyzkultur.ch/MiCLJa