Eine riesige Sammlung an skurrilen Gegenständen an den 60 Schauplätzen im 5000 m2 grossen «Gedächtnispalast » von Annette Windlin soll bei den Zuschauern eigene Erinnerungen wecken. Bild: Nadia Schärli
Eine riesige Sammlung an skurrilen Gegenständen an den 60 Schauplätzen im 5000 m2 grossen «Gedächtnispalast » von Annette Windlin soll bei den Zuschauern eigene Erinnerungen wecken. Bild: Nadia Schärli

Bühne

Theater auf 5000 m2 erlebbar machen

Auf fünf Stockwerken einer stillgelegten Fabrik in der «Viscosistadt» inszeniert Annette Windlin ein Stück von Martina Clavadetscher. Die Zuschauer bewegen sich individuell durchs Geschehen und begeben sich auf die Suche nach eigenen Erinnerungen.

Die Küssnachter Regisseurin Annette Windlin und die Brunner Autorin Martina Clavadetscher feilen gemeinsam an einem Theaterprojekt der Superlative. Clavadetschers Stück «Gedächtnispalast » wird auf 5000 Quadratmetern Fläche, verteilt über 5 Stockwerke der stillgelegten Spinnerei Nylon-6 in der «Viscosistadt » in Emmenbrücke, inszeniert. AufunzähligenvonRuthMächlerausgestattetenBühnenräumenspielen9Profi- und 30 Laienschauspielerinnen und -schauspieler aus der ganzen Zentralschweiz teilweise gleichzeitig die Liebesgeschichte zwischen Marga und Hannes und erzählen die Facetten einer Familiengeschichte– ohnechronologischenAblauf. Die maximal 400 Zuschauer pro Abend können sich dabei individuell durch die weitläufigen Hallen bewegen und frei aus den 60 Szenen an den verschiedenen Schauplätzen zwischen kilometerweise Rohren, auf Zwischenböden, neben riesigen verrosteten Eisentrommeln oder im ehemaligen Kommandoraum auswählen. «Die Räume sind zum Teil so belassen, wie sie waren, zum Teil abstrakt eingerichtet oder mit Video inszeniert oder ganz ausformuliert, wie eine Wohnung, die bis aufs letzte Detail ausgestattet ist», erklärt Annette Windlin. Ruth Mächler hat die Räume mit einem riesigen Sammelsurium von teils skurrilen Gegenständen, Möbeln und Kleidern ausgestattet. «Alle diese Gegenstände haben einen Zusammenhang mit dem Thema ‹Erinnerungen›», erklärt Windlin. Die Kombination aus alten und neuen Sachen soll bei den Zuschauern eigene Erinnerungen an Glücksmomente hervorrufen. So wird jeder mit seinen Gedanken ein Stück weit zum Autor. Am 26. April wird das Stück uraufgeführt, und es folgen 24 weitere Aufführungen vom 1. Mai bis am 29. Juni. Im Februar startet der Vorverkauf.


Bote der Urschweiz / Nadine Annen

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

26.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/QEDtSj