Die Stubete Gäng verwandelte das «The Bandits» in Tuggen in einen Hexenkessel. Trotz Maskentragepflicht kamen viele Fans aus Nah und Fern. Bild zvg Stubete Gäng
Die Stubete Gäng verwandelte das «The Bandits» in Tuggen in einen Hexenkessel. Trotz Maskentragepflicht kamen viele Fans aus Nah und Fern. Bild zvg Stubete Gäng

Musik

In Tuggen war man «Dunne mit de Gäng»

Die Stubete Gäng brachte am Freitagabend das «The Bandits» zum Kochen.

Weil das «Bar& Pub» Festival abgesagt werden musste, die Betreiber des «The Bandits» ihren Gästen aber trotzdem Live-Musik bieten wollen, laden sie zum Show-Case. Den Anfang machte am Freitag die Stubete- Gäng mit ihrem selbst ernannten «Örbn Ländlr». Trotz Maskentragepflicht kamen die Fans von Nah und Fern, um dem Konzert der Zuger Band beizuwohnen, auch wenn die meisten – wohl der Situation geschuldet – erst kurz vor Konzertbeginn eintrudelten. Leadsänger Aurel Hassler, sein Bruder Moritz, deren Vater Hans und Onkel Claudio sowie die zwei weiteren Band-Mitglieder waren dankbar ob der gebotenen Auftrittsmöglichkeit und gaben von Anfang an Vollgas. Die Zuhörer waren zu Beginn eher zurückhaltend. Doch je später der Abend, umso besser die Stimmung.

Von «Göschene Airolo» bis «Petra Sturzenegger»

Die Stubete Gäng hatte die Songs ihrer beiden CDs mit im Gepäck und bot «Mundartmusig, wo tätscht». Ob «Nidsi oder obsi», «Göschene Airolo», «Süessi Himbeeri», «Mettmenstetten» oder «Logo, hani mi lah gah lah» – die Fans sangen Zeile um Zeile und Song um Song mit. Artig trugen sie nicht nur die Masken, sondern taten auch, was Aurel ihnen befahl: «Hände in die Luft, macht den Scheibenwischer, klatscht, hüpft, singt.» Das «The Bandits» kam einem Hexenkessel gleich. Zwischendurch wurden aber auch ruhigere Töne angeschlagen. Während der Rest der Band eine kurze Pause einlegte, sang Aurel, begleitet von seinem Vater am Akkordeon, ein paar langsamere, tiefgründigere Lieder. Kurz darauf ging es aber so weiter, wie man es von der Stubete Gäng gewohnt ist: laut, wild, lustig und chaotisch. Aurel und Moritz sprangen auf der Bühne hin und her, und die Fans taten es ihnen gleich. So hielten sie «Bänk i’d Luft» oder tanzten den «Pizzaiolo». Nach rund zwei Stunden durften die sechs Zuger nicht ohne Zugabe von der Bühne. So gaben die Musiker zum Schluss «Dunne mit de Gäng» und ihren grossen Hit «Petra Sturzenegger» zum Besten. «Es war eine schöne Stimmung» Man merkte, dass die Leute trotz allem – und auch mit Maskentragepflicht – Lust zum Feiern und Vergnügen haben. Dies bestätigte nach dem Konzert auch Aurel Hassler: «Corona ist natürlich immer präsent. Aber alle, die da waren, haben sich grosse Mühe gegeben und sich an die Vorschriften gehalten». Es sei eine lockere, schöne Stimmung gewesen. «Die Freude, dass überhaupt noch etwas stattfinden kann, war spürbar», so Aurel. Er sei «einfach nur glücklich». Auch sein Bruder Moritz fand nur positive Worte: «Natürlich war es ein sehr spezielles Konzert. Aber die Leute waren präsent und sorgten für eine gute Stimmung. Es war ein sehr schöner Abend.» Die Hassler-Brüder freuten sich auch über die Textsicherheit der Konzertbesucher. «Es ist wunderschön, wenn die Leute vor der Bühne die Lieder kennen und mitsingen. »

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Irene Lustenberger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.10.2020

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schwyzkultur.ch/KmB4bH