Harmonie in jeder Beziehung: Die Formation BergMusik mit (v. l.) Severin Sutter, Cello, Dani Häusler, Klarinette, und Maryna Burch-Petrychenko, Orgel.  Bild Urs Attinger
Harmonie in jeder Beziehung: Die Formation BergMusik mit (v. l.) Severin Sutter, Cello, Dani Häusler, Klarinette, und Maryna Burch-Petrychenko, Orgel. Bild Urs Attinger

Musik

Volksmusik zum Muttertag

In der Pfarrkirche Tuggen lauschte am Muttertag ein grosses Publikum den Klangfarben der Formation BergMusik. Das Trio spielte variantenreich und wusste zu gefallen.

Das Muttertagskonzert des Trios Berg-Musik am Sonntag in der Pfarrkirche Tuggen hielt, was es versprach: Es wurde vielseitige Volksmusik vom Feinsten geboten. Der «Rosenblüten-Walzer» machte den Auftakt und mit dem «Pumukel-Schottisch» verabschiedeten sich die Musiker. Dazwischen zogen sie nicht nur an der Orgel alle Register. Einmal tönte ihre Musik melancholisch- herbstlich, dann wieder lebhaft-frühlingshaft. Dann und wann wähnte man sich in der Klassik, sogleich wurde es experimentell. Das Tempo war hin und wieder gemächlich, dann wurde es rasant. Dani Häusler an der Klarinette hatte mehr als einen Lauf, Severin Suter spielte am Cello oft in der Daumenlage, was eine Schwierigkeit darstellt, und Maryna Burch,assistiert von ihrem Mann Gottfried, glänzte nicht nur beim Orgelsolo.Burch und Häusler spielen schon etliche Jahre zusammen, die Zusammenarbeit mit Suter fand vor zwei bis drei Jahren ihren Anfang. Das Arrangement mit einem Streicher, einem Bläser und einem Tasteninstrument passte gut zusammen. Das Trio spielte Eigenkompositionen von Dani Häusler und Stücke aus dem riesigen Fundus der Volksmusik. Ein Höhepunkt war das Duo der beiden Herren, der «Chaltbächler- Schottisch». Das zweite Glanzlicht folgte sogleich, als Burch solo den «Tschess-Ländler» von Willi Valotti spielte. Eine weitere Besonderheit war die Mazurka «schööön» des verstorbenen Hans Muff, der diese einst seiner Tochter vorspielte und sie sein Spiel am Ende mit «schööön» quittierte. Daraus resultierte dann der Titel. Eine andere Anekdote, die «SRF Musikwelle»-Redaktor Häusler zum Besten gab, war die des Fritz Dünner. Dieser hatte für Häusler ein Stück komponiert, worauf Häusler «Em Fritz ä Polonaise» schrieb. Auch diese Polonaise spielten die Musiker am Sonntag. Um 100 Zuhörer waren in die Pfarrkirche Tuggen gekommen, sie wurden mit einer Zugabe überrascht. Die BergMusik ist mit einem neuen Programm am 18.November wieder in Tuggen zu Gast.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Urs Attinger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.05.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/JYSfY1