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Musik

Unsere Region schloss gut ab am Jodlerfest

Über das vergangene Wochenende (von Freitag bis Sonntag) fand in Andermatt das 64. Zentralschweizerische Jodlerfest statt. Es war ein ganz besonderes Fest, wurde doch, durch die Absage der Jubiläums-Delegiertenversammlung des ZSJV, das Hundert-Jahr-Jubiläum im Rahmen des Festaktes mit der Weihe der neuen Fahne gefeiert.

 Es war über alle drei Tage ganz deutlich zu spüren: die Begeisterung und die Freude am einheimischen Brauchtum, getragen von vielen Vorträgen der Sparten Jodeln, Alphorn- und Büchelblasen sowie Fahnenschwingen. Auch Nachwuchsformationen waren nach Andermatt angereist und erfreuten die vielen Zuschauer mit ihren spontanen Auftritten. Anscheinend ist Petrus ein Freund der Jodler, denn das wunderbare Sommerwetter am Samstagabend war der Garant für ein wunderbares Volksfest inmitten der Andermatter Bergwelt. Die sonntäglichen Veranstaltungen bilden, nebst dem Warten auf die Klassierungslisten, jeweils das Finale des Jodlerfestes. Der morgendliche Festakt und der nachmittägliche Festumzug bilden den krönenden Abschluss und werden jeweils von Tausenden Zuschauern begleitet. 1922 wurde der Zentralschweizerische Jodlerverband im luzernischen Malters gegründet. Durch die Pandemie mussten die Feierlichkeiten an der Jubiläums- Delegiertenversammlung in Ruswil im Frühjahr abgesagt werden. Die Weihe der neuen Fahne, die vom Einsiedler Walter Kalbermatten (Mitglied des Jubiläums-OKs 100 Jahre ZSJV) überarbeitet und modernisiert wurde, konnte am Festakt in Andermatt geweiht und ihrer Bestimmung als Verbandsfahne übergeben werden. Gespannt waren natürlich alle Aktiven und Juroren auf die Umsetzung des neuen Regulativs der Klassierungen, das durch die Fachkommission des Eidgenössischen Jodlerverbandes in den vergangenen drei Jahren erarbeitet wurde. Neu war die Wahl der Auftritte mit oder ohne Klassierung, das nur bei einem Vortrag gewünscht wurde. Ziel war es, die Bewertungen zu vereinfachen und die Arbeit der diversen Jurys, die jeweils in den beiden Tagen der Wettkonzerte Hunderte von Vorträgen zu klassieren ha-ben. Doch auch die «Kritik» soll weiterhin in die Bewertungen einfliessen, um so den Vortragenden zu helfen, sich weiterhin zu verbessern. Wartete man früher Monate auf den Festbericht, können heute die Klassierungskriterien der Juroren innert weniger Tage den Aufgetretenen zugestellt werden. Die Einsiedler Delegation schloss ihre Jodlerfestteilnahme gut bis sehr gut ab. Der Jodlerklub Alpenrösli klassierte sich in der Klasse 2, das Waldstatt- Echo in der Klasse 1. Hervorragend gestalteten die Solojodlerinnen Käthy Ruhstaller und Nadja Räss ihre Auftritte und das Duett Nadja Räss und Yvonne Fuchs konnte die Jury überzeugen und klassierte sich ebenfalls in der Klasse 1. Allen Aufgetretenen und Jurierten gratulieren wir ganz herzlich. Der Jodlerklub Waldstatt-Echo bei einem Spontanauftritt in den Strassen von Andermatt. Fotos: zvg Die Weihe der neuen Fahne mit den beiden Fahnenpaten, Renate Galliker aus Nebikon und Otto Kurmann aus Ruswil, der mit über 80 Jahren immer noch aktiv im JK Ruswil mitsingt. o

Regionale Klassierungen


Gruppen
Klasse 1: Jodlerklub Waldstatt-Echo, Einsiedeln
Klasse 2: Jodlerklub Alpenrösli, Einsiedeln

Jodeln Solo
Klasse 1: Nadja Räss, Einsiedeln
Klasse 1: Käthy Ruhstaller-Reichmuth, Einsiedeln

Jodeln Duett
Klasse 1: Nadja Räss, Einsiedeln / Yvonne Fuchs, Unteriberg

Alphorn
Solovortrag Klasse 1: Urs Holdener, Willerzell
Duettvortrag Klasse 1: Urs Holdener, Willerzell, Roger Huber, Horgen

Einsielder Anzeiger / mitg

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.06.2022

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www.schwyzkultur.ch/1jjTse