Urchige Kost: Der gastgebende Jodlerklub Ybrig in voller Aktion. In der Bildmitte erkennt man die vielbeschäftigte Dirigentin Rita Ehrler. Bild Guido Bürgler
Urchige Kost: Der gastgebende Jodlerklub Ybrig in voller Aktion. In der Bildmitte erkennt man die vielbeschäftigte Dirigentin Rita Ehrler. Bild Guido Bürgler

Dies & Das

Ein urchiger Jodlerabig in Unteriberg

Am Samstag lud der Jodlerklub Ybrig zum Jodlerabig ein. 320 Freunde des Jodelgesangs erlebten ein paar frohe, unbeschwerte Stunden. Geboten wurden schöne Jodellieder und Naturjüüzli. Zu Gast weilte der Jodlerklub Muotathal.

Mit dem Lied «Bim Vernachte» und dem Enzischwand-Jutz eröffnete der Jodlerklub Ybrig am letzten Samstag im «Baumeli» in Unteriberg den Jodlerabig. Rita Ehrler konnte 320 Jodlerfreunde begrüssen, darunter zahlreiche Delegationen. Für die engagierte Dirigentin war es quasi ein «Heimspiel», denn mit den Jodlerklubs Ybrig und Muotathal standen gleich zwei der drei Klubs auf der Bühne, die von ihr dirigiert werden. Mit den Ybriger Jodlern hatte sie nebst den eingangs erwähnten Stücken auch den Wengernalpjodel eingeübt sowie das Jodellied «Än liebä Gedankä». Manuel Schuler, ein Neumitglied des Jodlerklubs Ybrig, meisterte seinen ersten öffentlichen Auftritt sehr gut. Odilo Gwerder führte mit Witz und Humor durchs Programm.

Muotathal als Gastklub

Der Gastklub Muotathal, der heuer sein 50-Jahr-Jubiläum feiern kann, erfreute das Publikum mit folgenden Liedern: «Jahr y Jahr us», «Mys Edelwyss» und «Dr Alphirt», einer schönen Komposition der kürzlich verstorbenen Cäcilia Schmidig. Doch was wäre der Jodlerklub Muotathal ohne sein Markenzeichen, die traditionellen Naturjüüzli?Von ihnen gabs im Laufe des Abends gleich mehrere zu hören. Als Zugabe ertönte «Dr Schächler». Auch das klubeigene Jodlerduett Helen Imhof/Oskar Gwerder präsentierte sich mit zwei schönen Naturjüüzli («Dr Riedter» und «z Bethälis»). Wie sich zeigte, verfügt auch der Jodlerklub Ybrig über ein hervorragendes klubeigenes Jodlerduett. Astrid Bellmont und Adrian Kuriger gaben die Lieder «s Ybrig», «Kei Zyt» und – als Zugabe – «Chinderouge» zum Besten. Für instrumentale Abwechslung im Jodlerabig-Programm sorgte die spätere Tanzmusik, das bekannte Ländlertrio Gantegruess aus Schwellbrunn, mit ein paar schönen Tänzen im Illgauer-Stil.

Auch Nachwuchs begeisterte

Viel Applaus erntete auch das kecke Chinderchörli Kälin aus Unteriberg. Die drei Mädchen und zwei Buben der Familie Kälin (s Heiris) sowie Ida Kälin am Schwyzerörgeli gaben zum Beispiel «Uf höchä Bärgä» zum Besten. Sie wurden erst nach einer Zugabe wieder von der Bühne entlassen. Ebenfalls eine Zugabe forderte das Publikum von den Chlefeli-Meitli Ramona und Ivana. Die beiden Nichten der Dirigentin Rita Ehrler zeigten ihre Chlefeli-Künste showmässig zu selbst erfundenen Choreografien. Zum Abschluss des schönen dreistündigen Jodlerabig-Programmes formierten sich die Mitwirkenden und viele Gäste zu einem grossen Gesamtchor auf der Bühne und sangen den Jodler-Hit «Ä liebe Mänsch». Bei der Zugabe («Daheim») durfte auch das Publikum mitsingen.

Bote der Urschweiz

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Bote der Urschweiz

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  • Dies & Das

Publiziert am

14.05.2012

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schwyzkultur.ch/mG3CyN