Die Feldmusik Alpenrösli spielte am letzten Samstag zum Thema «Film ab!». Bilder Kurt Fässler
Die Feldmusik Alpenrösli spielte am letzten Samstag zum Thema «Film ab!». Bilder Kurt Fässler
Die Feldmusik Alpenrösli verabschiedete die beiden Sepp Ochsner, Vater und Sohn als Dirigenten.
Die Feldmusik Alpenrösli verabschiedete die beiden Sepp Ochsner, Vater und Sohn als Dirigenten.

Musik

Ein grossartiges einmaliges Konzert

Die Feldmusik Alpenrösli präsentierte am letzten Samstag, 10. November, ihren Konzert- und Unterhaltungsabend. Der Gemeindesaal Baumeli war brechend voll mit erwartungsfreudigen Besuchern. Allein schon das Motto «Film ab!» versprach etwas ganz Besonderes.

Schon beim Eintreten überreichten junge Damen in langer Abendrobe Tüten gefüllt mit Popcorn, wie es bei einem grossen Kinobesuch üblich ist. Als dann der Saal abgedunkelt wurde und hinter geschlossenem Bühnenvorhang orchestrale, einschmeichelnde Melodien gespielt wurden, wähnte man sich in eine andere Welt versetzt.

Nichts dem Zufall überlassen

Aber nicht nur das Outfit, auch musikalisch liess nichts zu wünschen übrig. Der Präsident Marcel Holdener nahm auf seine eigene, originelle und herzliche Art die Begrüssung vor. Nebst den vielen Anwesenden und Delegationen durfte er den Ehrenpräsidenten Gusti Fuchs, sowie die ehemaligen Dirigenten Sepp Ochsner senior, Sepp Theiler und Emil Fässler begrüssen. Darauf übergab er das Mikrofon dem Dirigenten Sepp Ochsner junior. Elegant, gewandt, schlagfertig und auf seine ganz spezielle humorvolle Art führte er durch den Abend. Es folgten Titelmelodien aus dem Film «Der längste Tag». Hier konnten zu Beginn die jungen Trompeter ihr Können unter Beweis stellen, ehe sie abwechselnd von allen Registern Unterstützung erhielten und erst noch mit einfallsreichen Gesangseinlagen. Mutig war die Wahl von «Annen Polka», bekannt aus dem «Sissi»-Film. Angenehm hörte sich das piano gespielte Flötensolo mit späterem Einsatz der Klarinetten an. Dann aber setzte lautstark die ganze Musik ein, wobei die Kesselpauke ihre Wirkung nicht verfehlte. Das nächste Stück «Backdraft» sei speziell für den Dirigenten geschrieben, so Sepp Ochsner! Hier könne man sich vorstellen, wie Helden durch das Feuer gehen, also eigenwillig und speziell. Das zeigte sich schon mit dem fulminanten Start vom Schlagzeug. Dieses Instrument liegt keinem besser als Hubi Holdener, dessen Taktangabe von grösster Wichtigkeit ist.

Stark und laut,fein und leise

Gegensätzlicher hätte die Wahl zu «Drei Nüsse für Aschenbrödel» nicht sein können. Dementsprechend auch die Beleuchtung, und mittels Lichteffekt fing es im ganzen Saal an zu schneien. Leise Töne wurden anfänglich gespielt, derweil an den beidseitigen Monitoren statt Aschenbrödel Irmgard Ochsner und Markus Fuchs als Prinzessin und Prinz erschienen. Allgemeines Gelächter platzte in die Stille, doch schon überfielen die Zuhörer durch die wunderbaren Melodien weihnächtliche Gefühle. Hingerissen und voller Begeisterung wünschten sich die Zuhörer eine Zugabe. Das hat es im Baumeli wohl noch nie gegeben, dass schon vor der Pause um eine Zugabe gebeten wurde! Locker und beschwingt wurde nach der verdienten Pause Gilberte de Courgenay gespielt. Das flüssige Tempo, dezent vom Schlagzeuger unterstrichen, stimulierte das Publikum so sehr, dass sie händeklatschend mitgingen. Ganz anderer Art kam das folgende Stück «Winnetou & Old Shatterhand» daher. Die beiden Figuren inklusive Pferd und Gewehr, erschienen auch wieder begleitend auf den Monitoren. Fast unglaublich, was der Dirigent mit seinen Musikern fertig brachte. Es gelang ihm, durch die Posaunen, Bässe, Tuba und Hörner den richtigen Sound hervorzuzaubern. Kam dazu, dass die Bühne in dunkles Rot versank und auf Kommando die Notenlämpchen aufleuchteten. Auch hier war der Effekt voll gelungen.

Ehrungen

Marcel Holdener konnte zwei Ehrungen vornehmen. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft bedankte er sich beim Kameraden Meinrad Lagler. Für gar 50 Jahre aktive Mitgliedschaft konnte Walter Fässler geehrt werden. Er sei der Rekordmann oder besser gesagt «Mister Alpenrösli». Er sei auch der erste kantonale Ehrenveteran. Dass die Beiden in der Gemeinde sehr geschätzt sind, bewies der riesige Applaus aller Anwesenden. Angenehm, ruhig begann das Stück «I will follow him». Kräftig, mit gutem Rhythmus endete der Schlusssong aus dem Film «Sister Act». Aber jetzt erschien der Dirigent mit Boxhandschuhen, denn als nächstes würden Titelmelodien aus dem Film «Rocky» zu hören sein. So ertönten erst die Trompeten und um echte Muskelkraft zu demonstrieren fielen die Bässe und die Hörner ein, was eine wundervolle Harmonie ergab. Klar, dass bei den Monitoren Silves

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.11.2012

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schwyzkultur.ch/e42c6E