Die geehrten Musikanten: Leo Schuler und Astrid Fuchs. Bild Kurt Fässler
Die geehrten Musikanten: Leo Schuler und Astrid Fuchs. Bild Kurt Fässler

Musik

Es war ein hochstehendes Konzert

Das zur Tradition gehörende Konzert der Feldmusik Alpenrösli Unteriberg vermochte einmal mehr den Baumelisaal bis auf den letzten Platz zu füllen

Erwartungsvolle Stimmung herrschte, als sich der Bühnenvorhang öffnete und die Musikanten schon mit ihrem ersten Vortrag «Pepe!», einem Paso Doble von Luigi di Ghisallo, ankündeten, dass es ein Konzert von aussergewöhnlicher Vielfalt und Abwechslung werden würde.

Zugaben bereits im ersten Teil

Dann begrüsste Präsident Marcel Holdener die Anwesenden, die Ehrenmitglieder, den Gemeindepräsidenten, Pfarrer Roland Graf, den Kantonalen Musikpräsidenten Alex Zimmermann und die vielen Delegationen. Er war sichtlich erfreut über das volle Haus. Dann stellte er Martina Holdener-Keller, die junge Ansagerin, vor. Für «Welsh Rhapsody» wurde die Bühne stimmungsvoll beleuchtet. Nun begannen abwechslungsweise die Saxophone, die Klarinetten und die Querflöten die Melodie zu spielen, ehe das Gros, in helles Bühnenlicht getaucht, einsetzte. Sehr gefällig aber nicht weniger anspruchsvoll kam Hardy Schneiders Polka «Watering the Periwinkles» zum Ausdruck.

Begeisterndes Alphorn-Solo

Das von Toni Horath sehr subtil geblasene Alphorn-Solo wurde begeistert aufgenommen und eine Zugabe gewünscht. Unter die Haut ging wohl den Meisten der Blues «Sweet Home Chicago» arrangiert von Aidan Thomas. Der Sound erklang so gekonnt, man wähnte sich in einem grossen Konzertsaal. Ebenso eindrücklich blies ein Solo-Trompeter den Schluss des Stücks. Das rhythmische Wechselspiel mit dem rassig vorgetragenen Marsch «It's a small world» hätte besser nicht ausfallen können. Die originellen abwechselnden Einsätze der Register animierten das Publikum spontan mitzuklatschen. Die Pause war verdient. Ehrungen und gelungene Stücke

Ehrungen

Wieder wurde es dunkel im Saal, die Zuhörer wurden überrascht mit einem Trompetensolo von der Empore. Ihm nahm das Schlagzeug den Rhythmus ab und leitete als Übergang zum Einsatz auf der Bühne samt Lichteinfall. Angenehm empfand man den weichen Klang der Hörner, die Begleitung der Bässe und das alles immer in Begleitung der Trompete von der Empore aus. Das Tüpfchen auf dem i machten zwei ulkige Klarinettentöne am Ende des Stücks. Begeistert wünschte man Zugabe. Eine Zwischeneinlage machte der Präsident, indem er zwei Musikanten ehrte. Astrid Fuchs wurde für ihre 35-jährige Mitgliedschaft Schweizerische Musikveteranin und Leo Schuler für seine 25 Jahre Kantonaler Musikveteran.

Publikum ist begeistert

Zurück zum Konzert. Einen Ohrwurm hatte sich der Dirigent mit dem Walzer «The Second Waltz» ausgesucht. Die ältere Generation erinnert sich an den viel und gerne getanzten Walzer, der schon bei den ersten Tönen erkennbar war. Hier aber auf sehr hohem Niveau interpretiert, wirkte er durch die Einsätze der Soli von Saxophon, Flöte und Piccolo, Klarinetten oder den Bässen besonders harmonisch. Schön zu sehen war auch, wie der Dirigent in seiner ganzen Körperhaltung mitging. Ein rassiges Tempo wurde, wie es der Titel «Tricky Trumpets» schon sagt, von den Trompetern verlangt. Der Staccato-Einsatz mit zum Teil Schalldämpfern eingesetzt und dem disharmonischen Abschluss war einfach Spitze.

Medley für jung und alt

Mit dem Medley Michael Jackson und King of Pop hatte Dirigent «Chnuspi» von den Unteriberger-Musikanten alles abverlangt und es ist gelungen. Darüber freuten sich besonders die fünf jungen Kandidaten, die unter Applaus vorgestellt wurden. Der Abschluss mit einem Marsch war wieder gut gewählt. «Hello Kentucky» begann rassig, war gehörfällig und nochmals hatte sich der Dirigent lustige Soloeinlagen einfallen lassen. Es gab nicht nur Applaus, nein stürmisch wurde Zugabe gewünscht und wiederum mit allseitiger Begeisterung aufgenommen. Zu Recht bedankte sich Marcel Holdener mit einem kleinen Geschenk beim Dirigenten Walter Kälin, der auch vom Publikum lautstark unterstrichen wurde, denn dieses Konzert war aussergewöhnlich und fast unglaublich, was er mit seinen Musikanten fertig gebracht hatte. Nach dem offiziellen Teil marschierten die original «Zyankali Bontetts», Musikanten aus dem Schwarzwald, spielend durch den Saal und brachten gute S

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.11.2014

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schwyzkultur.ch/BZeLwQ