Imposant und herzergreifend war wiederum der Gesamtvortrag mit «Daheim» von Franz Stadelmann, dieses Mal unter der Leitung des Berners Klaus Rubin.
Imposant und herzergreifend war wiederum der Gesamtvortrag mit «Daheim» von Franz Stadelmann, dieses Mal unter der Leitung des Berners Klaus Rubin.
Der Jodlerklub Rothenthurm hinterliess im Baumeli unter der Leitung von Felix Inglin einen hervorragenden Eindruck. Bilder Konrad Schuler
Der Jodlerklub Rothenthurm hinterliess im Baumeli unter der Leitung von Felix Inglin einen hervorragenden Eindruck. Bilder Konrad Schuler

Musik

Hell begeistert von den Spitzenbeiträgen

15. Natur-Juuzer-Fäscht Ybrig im Mehrzweckhaus Baumeli in Unteriberg: Fünf Jodlerklubs aus den verschiedensten Regionen der Schweiz sorgten vor über 500 Personen für Jodelgesang und Juuzervorträge der absoluten Spitzenklasse.

Der Jodlerklub «Alpeglöggli» aus Hasle/LU, der Jodlerklub «Bärgsee» aus Lungern/OW, der Jodlerklub Rothenthurm/SZ, der Jodelclub «Thurtal» aus Unterwasser/SG und die Jodlergruppe «Alpengruss» aus Aeschiried/BE begeisterten das Publikum mit grossartigen Liedern, Jodelstücken und Naturjuuzen. Die Besucherinnen und Besucher waren sich einig, Darbietungen der absoluten Spitzenklasse gehört zu haben.

Publikum überwältigt

Im ersten Teil wurden zwei Vorträge zum Besten gegeben, im zweiten Teil forderte das Publikum mit frenetischem Beifall nach je zwei weiteren Vorträgen von jeder Formation noch mindestens eine Zugabe. Imponierend und beeindruckend waren nicht nur die gesanglichen Darbietungen, auch dem Auge wurde mit den wunderschönen Trachten Kost der feinsten Art präsentiert. Die über 500 Gäste aus verschiedensten Gegenden und jeden Alters lauschten jeweils mucksmäuschenstill den Darbietungen. Manch eine oder manch einer wischte sich bei einigen Vorträgen gar Freudentränen aus den Augen. Manch einer bekam Hühnerhaut bei den Vorträgen oder es lief ihm kalt den Rücken hinunter. Die Vortragsreihe wurde vom Jodlerklub «Alpeglöggli» aus Hasle mit dem «Bärgchilbi-Jutz» eröffnet. Somit eröffnete derselbe Klub den Anlass wie vor 14 Jahren bei der ersten Austragung.

Lob und nochmals Lob

Lob an die darbietenden fünf Jodlerklubs gab es allenthalben. OK-Präsident Fritz Marty, «Dökti», zog kurz nach Mitternacht sein Fazit. «Ich bin rundherum zufrieden. Es war ein schöner Abend mit sensationellen Klubs und sensationellen Gästen. Auch das OK und die vielen Helferinnen und Helfer machten mir viel Freude. Einfach super !» Die über 500 Besucherinnen und Besucher aus der Region und bis hinauf ins Berner Oberland und ins Toggenburg waren sichtlich und hörbar am richtigen Anlass und zeigten sich schlichtweg begeistert von den Vorträgen.

Jodlerklub Rothenthurm super

Der Jodlerklub Rothenthurm vertrat das Jodelgut des Kantons Schwyz. Vorgetragen wurden der «Wyberhagejutz» von Ruedi Bieri, «z'Alp» von Robert Fellmann, der «Hirsgärtler» von Ruedi Rymann, «Ämmitaler Alpuuffahrt» von Oskar Friedrich Schmalz und der «Steimanndli-Jutz» von Andre von Moos. Die 16 Jodler und die drei Jodlerinnen präsentierten unter der Leitung von Felix Inglin grossartiges jodlerisches Können und sorgten für mehrere Glanzlichter des Anlasses. «Gino» Bloise, richtiger Name Luigi, wurde am 19. Januar 1965 in Rothenthurm geboren. Seine Eltern und auch er selber haben die italienische Staasbürgerschaft. «Ich bin aber Rothenthurmer», sagte er energisch. Seit 1993 singt er im Jodlerklub Rothen thurm auf sehr hohem Niveau mit. Zum Anlass selber hielt er fest: «Die Veranstaltung ist super. Hier im Baumeli ist es herrlich. ‹Dökti› kennt ja jeder. Ich fühle mich fast als Einheimischer.»

«Daheim» als Gesamtchor

Nach den 20 geplanten Vorträgen sowie sechs frenetisch geforderten Zugaben boten die über hundert Jodlerinnen und Jodler noch einmal ein tief beeindruckendes Bild anlässlich der Gesamtchoraufführung. «Daheim» von Franz Stadelmann und ein Juuz wurden unter der Leitung von Klaus Rubin auf die Bühne gezaubert, sodass die Besucherinnen und Besucher mucksmäuschenstill die Darbietungen in andächtiger Weise einsogen. «Wenn ich gesund bleibe und mir die vielen Helferinnen und Helfer die Treue halten, wird der 16. Austragung im Jahre 2017 nichts im Wege stehen», schaute Fritz Marty nach Mitternacht in die Zukunft.

Einsiedler Anzeiger (ks)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.05.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/M8VNpR