Oesch’s die Dritten. (Bild: Irene Lustenberger)
Oesch’s die Dritten. (Bild: Irene Lustenberger)
Die Dorfrocker animierten zum Mitmachen. (Bild: Irene Lustenberger)
Die Dorfrocker animierten zum Mitmachen. (Bild: Irene Lustenberger)
Bei Diana gabs eine Polonaise durchs ganze Festzelt. (Bild: Irene Lustenberger)
Bei Diana gabs eine Polonaise durchs ganze Festzelt. (Bild: Irene Lustenberger)

Musik

Hoch-Ybrig fest in Schlagerhand

Semino Rossi, die Paldauer, Claudia Jung, Peter Wackel, Oesch’s die Dritten und viele andere zogen am Wochenende rund 3500 Schlagerfans ins Hoch-Ybrig. Einziger Wermutstropfen: Wegen Krankheit musste Beatrice Egli ihren Auftritt absagen.

Der Entscheid, den Schlagerberg in ein geheiztes Festzelt zu verlegen, erwies sich als gut. Während sich am Samstag die Sonne ob der gebotenen Schlagerkunst freute, goss es am Sonntag wie aus Kübeln. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Eingeläutet wurde das dreitägige Schlager-Festival am vergangenen Freitagabend mit der Schlagerparty, die vor allem junge Besucher – wenn auch nur rund 300 – anlockte. Peter Wackel brachte mit «Joana», «Party, Palmen,Weiber und ein Bier» und seinem neuen Hit «Scheiss drauf» Mallorca- Stimmung ins Hoch-Ybrig und die Menge zum Mitgrölen. Die geheimen Sportsocken aus der Region standen dem Partykönig in nichts nach und brachten das Zelt zum Kochen.

Schlagergala vom Feinsten

Erwartungsgemäss am meisten Fans fanden am Samstag den Weg in die Weglosen. Dem OK ist es gelungen, für die Schlagergala die Crème de la Crème der Szene zu verpflichten. Als Erstes auf der Bühne stand Sarah-Jane, die nebst einem Schweizer Medley ihre Hits «Einmal hin, einmal her», «Boom Boom Bang» und «1000 heisse Küsse» mitbrachte. Der Tiroler Gilbert steht bereits seit mehreren Jahrzehnten auf der Bühne, erst im Duo und seit 1997 alleine, und präsentierte im Hoch-Ybrig seine neue CD «Gilbert Hits», die Ende Juni erscheint. Ihm folgten die jungen Zillertaler. Die drei seien «Wildi Sieche», meinte Moderator Stefan Roos, der Sascha Ruefer ersetzte, weil dieser wegen den Krawallen in Brasilien nicht nach Hause fliegen konnte. Denn die Juzis, wie sie von ihren Fans genannt werden, hatten an diesem Abend an zwei Orten zu spielen und tags darauf noch einen Fernsehauftritt. Von der ersten Minute an gaben die jungen Zillertaler Vollgas und versprühten Fröhlichkeit, und bei Liedern wie «Drobn aufm Berg», «So a schöner Tag (Fliegerlied)» und «Auf der Bruck trara» strömten die Fans vor die Bühne und klatschten, sangen und tanzten begeistert mit. Mit den Ladinern aus dem Südtirol, die 2004 mit «Beuge dich vor grauem Haar» den Grand Prix der Volksmusik gewonnen haben, wurde es dann wieder ruhiger und volkstümlicher. Aber nicht für lange. Denn nach einer kurzen Pause gehörte die Bühne den Dorfrockern. Die drei Brüder aus Franken wurden ihrem Namen und ihrem Hit «Und ab geht die Lutzzzi» vollends gerecht und rockten und powerten, was das Zeug hielt. Auch ihre Fans drängten vor die Bühne und feierten zu Songs wie «Vogelbeerbaum» und «Dorfkind». Nach so viel Männlichkeit wurde es Zeit für eine Frau. Claudia Jung, die Grande Dame des deutschen Schlagers, die mehrere goldene Stimmgabeln zu ihrem Palmarès zählen darf, ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Sie begeisterte mit «Mein Plan fürs nächste Leben», «Je t’aime mon amour» oder «Komm und tanz ein letztes Mal mit mir». Die Deutsche machte die Bühne frei für die Paldauer, eine der erfolgreichsten und beliebtesten Schlagergruppen. Spätestens jetzt gab es vor der Bühne kein Durchkommen mehr. Die sechs Österreicher hatten ihre zahlreichen Hits im Gepäck: «Schaff’ mir die Hölle nicht auf Erden», «Düsseldorfer Girl», «Tanz mit mir Corinna» oder «Na endlich Du». Den Abschluss der hochstehenden Schlagergala machte Semino Rossi, einer der absoluten Topstars der Szene. Er versprühte haufenweise argentinischen Charme, und mit Liedern wie «Bella Romantica», «Besame mucho», «Du bist meine Symphone» und «Rot sind die Rosen» eroberte er die Herzen seiner vorwiegend weiblichen Fans. Imponierend war, wie sich alle Künstler nach dem Auftritt Zeit nahmen, um Autogramme zu schreiben und für Fotos zu posieren. Einziger Wermutstropfen der erstklassigen Schlagergala: Superstar Beatrice Egli aus Pfäffikon musste ihren Auftritt krankheitshalber absagen. Bruder Marcel Egli überbrachte eine Videobotschaft, und die Veranstalter spielten als Trost Beatrices Hit «Mein Herz» ein.

Schlagerbrunch in Schweizer Hand

Der gestrige Schlagerbrunch bot einheimische und volkstümliche Kost. Am Vormittag wechselten sich QuartOtt, Echo vom Paradiesli, Lacher-Bellmont und die Trachtenjodelgruppe Unteriberg ab. Ab 14 Uhr s

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.06.2013

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schwyzkultur.ch/Xx5RUM