Der organisierende Jodlerklub Ybrig begann unter der Leitung von Rita Ehrler das gefällige Programm mit «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli. Bild Konrad Schuler
Der organisierende Jodlerklub Ybrig begann unter der Leitung von Rita Ehrler das gefällige Programm mit «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli. Bild Konrad Schuler

Musik

Hühnerhautstimmung erzeugt

Etwa 350 Besucherinnen und Besucher erfreuten sich am Jodlerabig des Jodlerklubs Ybrig an bestens gelungenen Jodelvorträgen und gut inszenierten Darbietungen. Von allen Formationen wurden frenetisch Zugaben gefordert.

Der organisierende Jodlerklub Ybrig eröffnete das gefällige Programm unter der Leitung von Rita Ehrler mit «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli. Nicht nur beim Eröffnungsstück, nein auch bei allen anderen Darbietungen zeigten die Frauen und Männer des einheimischen Jodlerklubs Ybrig auf, dass sie in der letzten Zeit an Qualität zugelegt haben. Mucksmäuschenstill hörte das aufmerksame und sehr disziplinierte Publikum den Darbietungen zu, die im Falle des einheimischen Jodlerklubs mit dem «Arvi-Juiz», dem «Heiwehlied» von Jakob Ehrensperger und dem traditionellen Naturjuuz «Bethelis» fortgeführt wurden.

Sympathische Moderation

Die drei Geschwister Leonie, Matteo und Alina Schelbert sowie die erst achtjährige Caroline Kuriger führten in sympathischer Art und mit viel Witz, Humor und schlagkräftigen Aussagen durch den äusserst abwechslungsreichen Abend. Der Gastjodlerklub Mayenfels aus Pratteln unter der Leitung von Rita Wermuth überzeugte nicht nur mit gefällig vorgetragenen Jodelstücken, sondern auch mit Alphornklängen und gut inszenierten Darbietungen. Ein Höhepunkt war diesbezüglich der Auftritt beim Stück «Mier sy vo dr Füürwehr» von Alex Eugster. Begonnen hatten die Gäste aus Pratteln zuvor mit «Alphornklänge» von Franz Stadelmann. Eine tolle Kostprobe des Könnens lieferte das Terzett Nicole, Fritz und Adrian mit «Uf dr Höchi» von Paul Meier ab. Ansager Matteo Schelbert begrüsste die Gastformation mit den Worten, dass Pratteln dort sei, wo man in der Autobahnraststätte einkehre, wenn man nach Rust in den Europapark fahre.

Kinder frisch und locker

Die 21 Kinder der Musikschule Einsiedeln traten unter der Leitung von Agatha Kälin jeweils frisch und locker vors Publikum und erhielten für ihre Darbietungen viel Applaus. Zum Teil barfuss sangen sie «Dr Schlüssel» und «Im route Fade nou» und gaben ein paar «Jüüzli» von sich. Gegründet wurde der Kinderchor der Musikschule Einsiedeln von Nadja Räss. Agatha Kälin übernahm vor fünf Jahren und probt wöchentlich mit der Kinderschar, der Mädchen und Knaben vom Kindergarten bis zur Oberstufe aus der ganzen Region Ybrig- Einsiedeln angehören. Ein Höhepunkt des Abends waren die Vorträge des Jodlerduetts Astrid Bellmont und Adrian Kuriger, die mit «Nächschteliebi» und «Hüttefüür» grossen und verdienten Zuspruch seitens des Publikums erhielten. Hühnerhaut-Stimmung kam am Schluss bei den beiden Vorträgen des Gesamtchors auf. Bei dessen zwei Jodelgesängen gesellte sich efreulicherweise eine grosse Schar Jodlerinnen und Jodler sowie Jodelfreunde mit den beiden Vereinen auf die Bühne.

Verdiente Dankesworte zuhauf

Vereinspräsident Josef Schelbert konnte zu Beginn nicht nur etwa 20 Delegationen willkommen heissen, sondern durfte am Schluss eines überaus gut gelungenen Abendprogramms an zahlreiche Adressaten Dankesworte übermitteln. Grosszügig und ebenfalls verdientermassen konnten verschiedene Personen und Formationen ein Präsent entgegennehmen. Bei der Tombola konnte eine grosse Anzahl von Preisen gewonnen werden. Äusserst beliebt waren natürlich die von Paul Schelbert produzierten «Trögli», die der Bühne zusammen mit einem Tannli, einem Holzkreuz, dem prächtigen Bühnenbild und einem Alphüttli ein wunderschönes Gepräge gaben. Angesprochen auf die Trögli sagte Paul Schelbert: «Ja, mittlerweile habe ich 48 von ihnen produziert.» Zuletzt noch ein Bonmot von Ansager Matteo Schelbert, nachdem seine Schwester Leonie die Begriffe «Solo, Duett, Terzett» und weitere erklärt hatte: «Ja, isch guet, Wikipedia».

Einsiedler Anzeiger (K.S.)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.05.2017

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schwyzkultur.ch/pMxj1k