Die Schüler wussten mit ihrem Musical zu begeistern. Foto: Kurt Fässler
Die Schüler wussten mit ihrem Musical zu begeistern. Foto: Kurt Fässler

Musik

Musical nach einer russischen Legende

Die Lehrer Bruno Durrer und Remy Bürgler der 5. Klasse a und b in Unteriberg hatten sich zum Ziel gesetzt, vor Weihnachten mit ihren Schülern ein Musical der Öffentlichkeit vorzuführen. Ihre Idee war ein passendes Thema und sie entschlossen sich für die Legende vom vierten König.

Die Geschichte handelte sich um einen alten König im nahen Osten, der vor seinem Ableben seinem Sohn so viel Vermögen vermachte, dass er zeitlebens keine finanziellen Sorgen haben musste. Zu dieser Zeit brachen die drei König auf, um dem Stern nach Bethlehem zu folgen. Ihnen wollte sich der junge König anschliessen, aber nach kurzer Zeit verpasste er sie und kam in eine von Römern besetzte Stadt, die sich Sklaven hielten. Da der junge König die Hoffnung verloren hatte, den neuen König in Bethlehem zu finden, hatte sein Leben jeden Sinn verloren. Er schenkte sein Vermögen den Armen und gesellte sich zu den Galeerensträflingen auf das Schiff. 30 Jahre später fand er sich mitten unter den Leuten, die das Passafest, also Ostern, feierten und so kam er an den Ort, wo Christus der neue König gelebt hatte.

Nach Herbstferien begonnen

In der ersten Woche nach den Herbstferien informierten die beiden Lehrer ihre Schüler und übten den Text und verteilten die Rollen. Die Unterrichtsstunden Werken beinhalteten die Arbeiten für die Bühne und all die dazugehörenden Elemente. Im November konnten die Schüler frei nach ihrem Ermessen und Können Plakate und Flyer gestalten. Schliesslich mussten noch Musiker gesucht werden, denn man wünschte sich eine Liveband.

Aufführung vom letzten Montag

Am Montag, 21. Dezember, 19 Uhr, in der Aula des Bezirkschulhauses wurde nun das Musical «d’Legände vom vierte König» aufgeführt. Schon beim Betreten der Eingangshalle sah es fast wie in einem Kino aus. An Stellwänden konnte man sich schon ein Bild machen von den Hauptdarstellern. Es herrschte dichtes Gedränge und die Aula war voll besetzt. Aussergewöhnlich und einmalig gaben zu Beginn die sieben Musiker eine Kostprobe ihres Könnens. Zusammen mit dem Chor wurde das Lied «So hell isch sis Lüchte», vorgetragen. Der Chor erschien schwarz/weiss gekleidet und der frisch und deutlich vorgetragene Gesang wusste sehr zu gefallen. Sympathisch waren die Texte, die im urchigen Ybriger Dialekt gesprochen wurden, um dann das Gesagte auf der Bühne vorzustellen. Beim Lied «Ufem Weg gits Gfahre» traf der junge König die andern Könige. Mit dem Lied «De Stärn» wurde der Chor subtil und lieblich von der Musik begleitet. Passend für die Weihnachtsszene war die Krippe aufgebaut.

Hoher Schwierigkeitsgrad

Und das folgende Lied von Bruno Durrer «Weihnachtsglocken», mehrstimmig mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad, wurde sehr stark applaudiert. Ein schönes Bühnenbild ergab sich, als der junge König auf den Marktplatz kam und sein Vermögen für den Freikauf der Sklaven verbrauchte. Dazu sang der Chor mit dem Lied «Wer hilft üs?» Originell war die Galeere gebaut, in der die Sträflinge inklusive dem jungen König sassen und zur Musik und dem lauten Taktschlag ruderten. «A Stell vo mier» hiess der nächste Gesangsvortrag, mit dem Refrain «ich bi fry». Aber schon war wieder Szenenwechsel. Und mit den Liedern «Bald am Ziel» und «Jetzt am Ziel» hatte das Musical auch sein Ziel erreicht. Als sich alle Spieler auf der Bühne zum Publikum verneigten brach tosender Applaus aus und eine Zugabe erwünscht, die fröhlich und locker vorgetragen und nochmals ganz herzlich verdankt wurde.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.12.2009

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