Open Air Hoch Ybrig im Juni 2010: Vier Tage Dauerregen und winterliche Temperaturen, die sich nun mit einer sechsstellligen roten Zahl in der Schlussabrechnung niedergeschlagen haben. Archivbild
Open Air Hoch Ybrig im Juni 2010: Vier Tage Dauerregen und winterliche Temperaturen, die sich nun mit einer sechsstellligen roten Zahl in der Schlussabrechnung niedergeschlagen haben. Archivbild

Musik

Tiefrote Zahlen wegen Wetter

Das miserable Wetter am letzten «Open Air Hoch Ybrig» hat ein tiefes Loch in die Kasse gerissen. Dank Reserven und Partnern konnte es gestopft werden. Beim nächsten Open Air im Juni 2011 darf aber nichts mehr passieren.

Das grösste Open Air der Zentralschweiz sorgte im letzten Juni für zwei ziemlich gegenteilige Rekorde: Einerseits standen die besten Acts der Schweizer Rock- und Pop-Szene auf der Bühne, anderseits war das Wetter so miserabel, dass selbst die Regen- und Schlammschlacht im Sittertobel dagegen ein Kinderspiel ist. Im Schlussbericht wird bestätigt, dass das Open Air Hoch Ybrig vier Tage lang unter Dauerregen und vor allem Temperaturen um den Gefrierpunkt herum gelitten hat.

Defizit über 100 000 Franken

Entsprechend sah das finanzielle Ergebnis aus. Bei einem Budget von rund 650 000 Franken hat der Event ein «massives Defizit» eingefahren. Marketing-Chef Markus Föhn bestätigte, dass es sich im «sechsstelligen Bereich» bewegt. Finanziell sei effektiv das Horrorszenario eingetreten. Genau auf dieses Risiko hatten sich aber die Organisatoren vorbereitet. Bei der ersten Durchführung 2001 wurde ebenfalls ein Defizit erzielt, dann 2003 und 2005 nochmals kleinere. Seither rechnete man immer mit schwarzen Zahlen und konnte Reserven anlegen. Diese haben das Open Air jetzt vor dem Kollaps bewahrt. Dass nur das Wetter schuld an dieser roten Rechnung gewesen ist, das liegt auf der Hand. Föhn bestätigte, dass bis vier Tage vor dem Open Air die Vorverkäufe um zehn Prozent über dem Budget gelegen sind. Dann traf die schlechteWetterprognose ein. «Es war, als hätte jemand das Kabel durchtrennt», erinnert sich Föhn. Am Programm ist es mit Garantie nicht gelegen. Die Spitze der national relevanten Namen ist aufgetreten: Stiller Has, Florian Ast, FreeXon, Rickenbacher, Caroline Chevin, Redwood, Padi Bernhard, QL, Polly Duster, Adrian Stern, Ritschi, Baschi, Polo Hofer und weitere.

Nächstes Open Air definitiv

Nachdem die Defizit-Scharte dank Reserven, Partnern und Lieferanten ausgewetzt werden konnte, steht nun fest: Es geht weiter. Das nächste Open Air Hoch-Ybrig findet vom 17. bis 19. Juni 2011 statt. Es wird wiederum unter dem Label «Best of SwissMusic» laufen, dies übrigens zum zehnten Mal. Der Erfolg dieses Konzepts zeige sich auch darin, dass das Hoch-Ybrig eine eigentliche Welle ausgelöst habe, ist Gabi Camenzind von der Booking-Agentur Mix Max Music überzeugt. Teils werde das Openair auch zum «Opfer» des eigenen Erfolgs, weil die Gagen ständig steigen. Die Verhandlungen mit den Bands sind derzeit im Gange, die ersten Engagements werden Anfang Jahr bekannt gegeben. Allerdings wird nächstes Jahr auf den Vorabend (Donnerstag) mit dem «Schlager-Express» verzichtet. Obwohl auch dafür ein Markt bestehe, wird er nicht zum dritten Mal durchgeführt. Risiko-Minderung nennt man das.

Neue OK-Chefin

Im OK übrigens haben sich einige Wechsel ergeben. Erich Camenzind, provisorisch für zwei Jahre eingesprungen, ist als OK-Chef zurückgeteten. Ebenso Pius Büssli Reichmuth als Chef der «Alphütte» und Walter Marty als Bauchef. Neu wird das Ressort Bau dem Bereich Infrastruktur unter Franz Kälin zugeteilt. Neue OK-Chefin ist Sandra Reichmuth.

Open Air Hoch Ybrig

17.–19.06.2011
Weglosen, Hoch-Ybrig

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Weitere Infos

www.openair-hochybrig.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.12.2010

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schwyzkultur.ch/XGfXXd