Brauchtum, Folklore, Gemütlichkeit: Die Trachtengruppe Unteriberg präsentierte ein buntes Programm. Foto: Kurt Fässler
Brauchtum, Folklore, Gemütlichkeit: Die Trachtengruppe Unteriberg präsentierte ein buntes Programm. Foto: Kurt Fässler

Volkskultur

Gute, alte Zeit aufleben lassen

Alpenromantik aus früheren Zeiten präsentierte die Trachtengruppe Unteriberg einem bestens gelaunten Publikum.

Die Trachtengruppe Unteriberg lud am Samstag, 10. September, Freunde, Gönner und Gäste aus nah und fern zu ihrem Herbstfest ins Mehrzweckhaus Baumeli ein. Zur Einstimmung spielten die bekannten wie beliebten «Iten-Grab» auf ihren Schwyzerörgeli.

Nachwuchs ist vorhanden

Beat Marty als Präsident der Trachtengruppe begrüsste mit herzlichen Worten die Anwesenden und wünschte allen einen heiteren, unbeschwerten und fröhlichen Abend. Er freute sich, dass so viele Delegationen anwesend waren. Speziell erwähnte er Herr und Frau Appert vom Kantonalen Trachtenverband sowie Gemeindepräsident Josef Schatt mit seiner Frau. Ganz besonders freute ihn, dass so viele junge Leute Mitglieder wurden und bei der Trachtentanzgruppe aktiv mitmachen. Es sei schon fast Tradition, so Beat Marty, dass die Trachtenleute an ihrem Herbstfest jeweils das Älplern aus guter alter Zeit aufleben lassen. Um dem Ganzen etwas Echtheit zu geben, wurde gleich zu Beginn eine rassenreine Kuh mit Hörnern auf die Bühne gebracht, die sich aber bald wieder verabschiedete.

Der Älpler und sein Knecht

Zwischen den einzelnen Aufführungen vermochten Franz, der Älpler, und Domini, der Knecht, mit viel Schalk, Humor und tollen Einfällen die Zuschauer so richtig zum Lachen zu bringen. Sympathisch präsentierte sich die Jodelgruppe Unteriberg mit dem Lied «Des Sennen Morgengebet», um gleich im Anschluss mit einem Naturjutz viel Applaus zu erhalten. Sehr gefällig, locker und mit fröhlichen Gesichtern tanzte die verjüngte Trachtentanzgruppe das passende Stück «Einä für diä Jungä» – und doppelte mit dem Gersauer-Tanz nach. Wie immer kam das Jodelduett Lisbeth und Rita sehr gut an, zuerst sangen sie «Üsers Heimet», darauf folgte ein fein und subtil vorgetragener Naturjutz. Ehe es eine Pause gab, trieben Franz und Domini wieder ihre Spässe. Zwischenzeitlich lockte die schöne und reichhaltige Tombola und die Losverkäufer hatten alle Hände voll zu tun.

In die Herzen gesungen

Den zweiten Teil begannen wieder die beiden Spassvögel. Fast feierlich tönte das Lied «Sunnästrahlä» und es war ganz still im Baumelisaal, umso lockerer schloss mit frischen Jauchzern der nachfolgende Naturjuz. Damit hatten sich die Trachtenjodler echt in die Herzen der Zuhörer gesungen, denn stürmisch wurde um Zugabe gebeten. Zur Abwechslung betraten zwei Touristen die Bühne, die aber keine Ahnung von der Alpen- und Bergwelt hatten. Domini gelang es, das Paar sachte aus dem Blickfeld zu führen. Nun erschienen die meist jungen Tänzerinnen und Tänzer in ihrer Schwyzer Werktagstracht und zwar barfuss, also auf leisen Sohlen. Immer wieder beliebt ist der «Seppeltanz», aber auch der Geburtstags-Schottisch wusste zu gefallen. Dann war der Älpler Franz der Meinung, es sei ein schöner aber strenger Tag gewesen, nun möchte er den langsam eindunkelnden Abend geniessen. Und zu einem anbrechenden Abend auf der Alp gehört sicher der Alpsegen, den Heiri Kälin meisterlich darbot.

Älplerchilbi im nächsten Jahr

Beat Marty bedankte sich bei den Besuchern nochmals ganz herzlich und gab bekannt, dass nächstes Jahr an Stelle dieses Abends die Älplerchilbi durchgeführt werde – und zwar am 9. September 2012. Szenenwechsel: Das Bühnenbild wurde abgeräumt und «Iten-Grab» traten in Aktion, wobei sich bald die Bühne mit Tänzerinnen und Tänzern füllte. Es war ein vergnüglicher, lockerer und unterhaltsamer Abend. Der Trachtengruppe Unteriberg ist es einmal mehr gelungen, gute Unterhaltung zu bieten.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

13.09.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/9hEafL