Peter Iwanovsky, der Autor der Erzählungssammlung «Seitentriebe», bei einer Wanderung auf den Etzel, wo ihm Ideen und Pointen in den Sinn kommen. Bild zvg
Peter Iwanovsky, der Autor der Erzählungssammlung «Seitentriebe», bei einer Wanderung auf den Etzel, wo ihm Ideen und Pointen in den Sinn kommen. Bild zvg

Literatur

Von Iwanovsky erscheint «Seitentriebe»

Der Wollerauer Autor Peter Iwanovsky hat ein Buch mit 20 Geschichten an der Gürtellinie herausgegeben. Er ist damit nach sechs geschriebenen Krimis zu seinem ursprünglichen Genre zurückgekehrt.

 Mit der SRF-Serie «Seitentriebe», deren zweite Staffel momentan läuft, hat Peter Iwanovskys Geschichtensammlung Folgendes gemeinsam: Die Protagonisten bewegen sich oft auf dem Beziehungsglatteis, das heisst sie übertreten Grenzen, wo sie es nicht sollten. Der Titel sei jedoch rein zufällig derselbe, wie Iwanovsky darlegt. «Ich habe erst vor Kurzem, also lange nach der Drucklegung des Buches, aus der Werbung von der Serie erfahren», sagt der Wollerauer. Nach sechs Kriminalromanen mit dem Ehepaar Hollenweger, ist Autor Iwanovsky zu seinen Anfängen zurückgekehrt. Er hatte bei seiner Pensionierung mit dem Schreiben von Erzählungen und Kurzgeschichten begonnen. Inzwischen sind elf Publikationen entstanden, von «Eine Breslauer Familiengeschichte» über «Das Tagebuch » bis zu «Seitentriebe». Dabei waren oft Beziehungsangelegenheiten oder auch Erlebnisse im Alter seine Themen. «Normales Liebesleben finde ich zwar absolut nicht langweilig, sondern eine herzerwärmende Sache – nur, wer will schon Storys lesen, die lediglich das Liebesleben eines Grossteils der Leser und Leserinnen ohne etwas Salz und Pfeffer widerspiegeln?», fragt Iwanovsky. Für ihn ist klar, was dieses Salz und dieser Pfeffer sind: Ein Ehemann geht mit seiner Geliebten auf Kreuzfahrt, zwei junge Frauen suchen sich ältere Liebhaber oder ein Verheirateter trifft eine Ferienliebe. Der Klappentext des Buches versichert, dass Iwanovsky der Balanceakt entlang der Gürtellinie gelinge, ohne je darunterzugleiten. Den Abschluss der Geschichten bilden jeweils Pointen, die zum Schmunzeln oder Rekapitulieren anregen. «Die grösste Schwierigkeit war, jedes Mal eine Pointe zu finden, die unerwartet kommt und kein Gähnen hervorruft», so der 75-Jährige. Er habe sehr viel Freude am Schreiben. «Da ist einfach der Spass am Fabulieren, darüber hinaus bedeutet es für mich Training für einen wachen Geist, sowie Disziplin, um nach einem langen Weg etwas zu erreichen», beschreibt der Autor seine Motivation, aktiv zu bleiben.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Urs Attinger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

07.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/ajvxB1