Regierungsrat Kaspar Michel gab einen spannenden Einblick in das Schaffen und die Persönlichkeit des berühmten Lachner Malers Georg Anton Gangyner. Bilder Marie-Eve Hofmann-Marsy
Regierungsrat Kaspar Michel gab einen spannenden Einblick in das Schaffen und die Persönlichkeit des berühmten Lachner Malers Georg Anton Gangyner. Bilder Marie-Eve Hofmann-Marsy

Kunst & Design

Einzigartiger Künstler und Mäzen

Mit einer einzigartigen Sonderausstellung gibt das Marchmuseum einen spannenden Einblick in die enorme Schaffenskraft des Lachner Kunstmalers Georg Anton Gangyner, einer der angesehendsten Porträtisten seiner Zeit.

Das Marchmuseum im Kraftwerk Rempen/Vorderthal ist allein schon einen Besuch wert. Aber die Sonderausstellung über den Lachner Kunstmaler Georg Anton Gangyner ist nun wirklich ein ganz besonderes Highlight. Mit einigem Aufwand haben Marchring und Museumskuratorin Brigitte Diethelm- Zollinger aus privaten Sammlungen eine grosse Auswahl an Bildern zusammen getragen und stilvoll präsentiert. «Wissen vermehrt sich, wenn es geteilt wird.» sagte Jürg Wyrsch, der rund 50 Interessierte zur Vernissage am vergangenen Samstagvormittag begrüsste. So erkläre sich auch der Auftrag des Marchrings: Kultur für viele Menschen zugänglich zu machen.

Wohlhabendster Lachner seiner Zeit

Regierungsrat Kaspar Michel entführte mit seiner fundierten Laudatio die Besucher in das 19. Jahrhundert und gab spannende Einblicke in die Geschichte und Persönlichkeit dieses aussergewöhnlichen Malers, der nicht nur den Lachnern ein Begriff ist. Georg Anton Gangyner wurde 1807 in eine kunstsinnige und angesehene Familie geboren, und noch heute steht das Gangyner-Haus an der Ecke Kirchplatz/Herrengasse in Lachen. Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie in München und den anschliessenden Lehr- und Wanderjahren in europäischen Grossstädten kehrte Gangyner zurück in die Schweiz. Mit 18 Jahren fing er an, seine Werke durchzunummerieren. Die Nummer eins «Kreuzigung» hängt in der Lachner Kapelle. Knapp 20 Jahre später zählte sein Werk bereits 581 Bilder. Der schaffensfrohe Künstler porträtierte Honoratioren, Politiker und wohlhabende Familien, aber auch wunderschöne Kinderbilder und Landschaften sind in der Ausstellung zu sehen. Schon zu Lebzeiten war sein Erfolg sehr gross, und ein Blick in das Steuerregister von 1860 zeigte, dass er ohne Zweifel der wohlhabendste Lachner seiner Zeit war, so Michel.

Engagierte sich im Dorf

Gangyner engagierte sich leidenschaftlich im Lachner Dorfleben, war überaus beliebt und spendete viel für verschiedene Einrichtungen. So übernahm er noch kurz vor seinem Tod die nicht geringen Reparaturkosten der Kirchturmuhr in Lachen. 1876 starb der erst 69-jährige Künstler und Mäzen an den Folgen einer Lungenentzündung.

Öffnungszeiten

20./22.9.
18.00 - 21.00 Uhr

24./25.9.
13.30 - 17.00 Uhr

Führungen

24./25.9.
jeweils 14 Uhr

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

19.09.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/YaqHQC