Mirjam Beijer: «Das Schreiben ist mein Hobby und ein Ausgleich zu meiner täglichen Arbeit als Physiotherapeutin.» Bild Johanna Mächler
Mirjam Beijer: «Das Schreiben ist mein Hobby und ein Ausgleich zu meiner täglichen Arbeit als Physiotherapeutin.» Bild Johanna Mächler

Literatur

«Es gibt manchmal Leute, die fragen, warum so viel Blut?»

Bereits zwei Fantasy-Bände hat Mirjam Beijer-Studer herausgegeben. Zu ihren Vampirfiguren hat sie ein fast freundschaftlichesVerhältnis.

Freundschaftlich deshalb, weil ihre Figuren während des Schreibprozesses ein Eigenleben entwickeln. «Ich habe jeweils einen Plot im Kopf, aber nur lose. Denn ich bin eine intuitive Schreiberin. Und es ist schon so, dass die Geschichten in mir und mit mir leben», so die attraktive Amelia Blackwood. Unter diesem Pseudonym hat Mirjam Beijer-Studer bisher zwei Bände «Gebundene Herzen» herausgegeben. Der erste Band «Blue» schildert das aufregende und gefährliche Leben und die Liebe der schönen Blue, die sich als weiblicher Vampir in einer brutalen Welt von zwei verfeindeten Familien durchkämpfen muss.

Blue und Brüder

Im zweiten Band «Brüder», der vor Kurzem erschienen ist, hat Blue zwar ihre grosse Liebe Tom gefunden, doch die Familienfehden gehen ununterbrochen weiter. Der dritte Band mit demTitel «Irbis» wird im kommenden März veröffentlicht. Auch in diesem Band tobt der Krieg zwischen den Outlaws und den Sangualunaris weiter. Zurzeit arbeitet die Autorin am vierten, am finalen Band.

Der Fantasie keine Grenzen setzen

Die Physiotherapeutin Mirjam Beijer, wohnhaft in Vorderthal, hat immer Papier und Stift dabei. «Ich schreibe jede freie Minute. Schreibblockaden kenne ich nicht. Später bringe ich die erste bereits revidierte Fassung in den Computer.» Wichtig ist ihr, den Spannungsbogen hochzuhalten. Dass ihr dies gelingt, zeigen viele Online-Reaktionen auf ihre Bücher. «Es gibt Leute, die schreiben, sie hätten das Buch in einer Nacht durchgelesen », sagt sie schmunzelnd. Die Themen Vampire, Leidenschaft, Romantik finden eine angeregte Leserschaft, nicht zuletzt durch den Film «Twilight – Biss zum Morgengrauen », der vor sechs Jahren ein Kinobestseller war.

Von Kindheit an Vampire gemocht

Für Mirjam Beijer-Studer, in Liechtenstein aufgewachsen, waren Vampire bereits Teil ihrer Kinderfantasie. «Rüdiger, der kleine Vampir », «Buffy» oder «Moonlight»; diese Bücher und Filme hat sie gemocht. Als junge Frau kamen weitere Autoren dazu, etwa J. R. Ward alias Jessica Bird. Viele waren für sie Vorbilder, bis sie sich entschloss, Fantasy zu schreiben. «@LovingDragon» war ihr Erstling vor vier Jahren, doch erst mit «Gebundene Herzen» hat sie ihren Stil gefunden. «Es gibt manchmal Leute, die fragen, warum so viel Blut? Gewalt? Jede gute Geschichte lebt von Gegensätzen, Fantasy tut dies im Besonderen. Liebe, Romantik, Leidenschaft gehören dazu wie Reisszähne, Machtkämpfe und Blut», sagt sie und grinst – ein bisschen wie ein Vampir …

Erhältlich in regionalen Buchhandlungen oder im Sieben-Verlag, Deutschland



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

11.09.2014

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schwyzkultur.ch/WxSShj