Die Feldmusik Vorderthal und ihr neuer Dirigent Simon Scheiwiller ernteten regen Applaus. Bilder Nicolas Böni
Die Feldmusik Vorderthal und ihr neuer Dirigent Simon Scheiwiller ernteten regen Applaus. Bilder Nicolas Böni
Im Theater ist alles möglich: Dieser Kerl schläft den Rausch einmal anders aus.
Im Theater ist alles möglich: Dieser Kerl schläft den Rausch einmal anders aus.
Kniend beten Max und Edi Bingeli.
Kniend beten Max und Edi Bingeli.

Musik

«Dä Joggeli uf Bsuech im Wägital»

Die Feldmusik Vorderthal gestaltete einen unterhaltsamen Abend und glänzte mit einer Uraufführung des Stücks «Joggeli söll ga Birli schüttle» – geschrieben und arrangiert vom Dirigenten Simon Scheiwiller.

Unter dem Motto «Öpfel und Birrä» bot die 33-köpfige Feldmusik Vorderthal am Samstagnachmittag und –abend vielseitige Konzerte. Bekannte Märsche gefolgt von weltbekannten Melodien wurden in die Aubrighalle geflötet, getrommelt und geblasen. Der «Altdorfer Tellenmarsch» machte den Auftakt zum Jahreskonzert, gefolgt von lustigen Ansprachen. Erstmals durfte die neue Präsidentin Karin Oetiker die Konzertbesucher begrüssen, anschliessend übernahm der neue Dirigent Simon Scheiwiller den Dirigentenstock.

Uraufführung in der Aubrighalle

Die Uraufführung seines Stücks «Joggeli söll ga Birli schüttle» wurde gespannt erwartet. Zum Einstieg erfolgte die Erläuterung dieses Schweizer Verses, welcher anno 1908 in einem Buch erschienen ist und Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert hat. Ein kurzer Ausschnitt daraus: «Do schickt de Meischter s Chnebeli us, es söll go s Hündli haue. Chnebeli wott nid Hündli haue, Hündli wott nid Joggeli bisse, Joggeli wott nid Birli schüttle, Birli wei nid falle.» Die Erzählung kam verspielt als Vertonung daher und zum Finale hin war die Dramatik spürbar. Zum ersten Mal wurde das Perkussionsinstrument Flexatone zum Einsatz gebracht, welches an eine singende Säge erinnerte und diese Uraufführung zusätzlich spannend präsentierte. Der Spannung nicht genug: Vier Jungtalente der FM Vorderthal gewährten dem begeisterten Publikum vor der Pause zudem einen Einblick in die Perkussionsvielfalt.

«Buur suecht kei Frau …»

Direkt nach der Pause wurden die Zuschauer mit dem Titelsong «Theme» der amerikanischen Erfolgsserie «Sex And The City» verwöhnt. Da die Serie in New York – im Big Apple – spielt, wurde anschliessend dem Motto getreu die «Birrewegge-Polka» präsentiert, gefolgt von «Another Day in Paradise» vom Wahlschweizer Phil Collins. Vor allem die Stücke «Yesterday » und «Ich war noch niemals in New York» wurden bejubelt. Die neunköpfige Theatercrew bot den Festbesuchern schliesslich mit ihrer Aufführung einen amüsanten und kurzweiligen Abschluss. Edi und Max Bingeli sollten für mehr Ordnung in ihrem Junggesellen-Haushalt sorgen, sodass auch zwei liebenswürdige Frauen sich einst wohlfühlen würden. Doch der beste Freund der beiden Brüdern und Stilberaterin «Frölein» Chrigi Loosli machten die Rechnung nicht mit den beiden Schlitzohren… Wie Edi und Max ihre Aufgabe meistern erfährt man am kommenden Samstagabend, 3.Dezember, ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle in Vorderthal (Türöffnung 18.30 Uhr).

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.11.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/aLTsj3