Mit der Zithergruppe Schwyzerholz war das alte Volksmusikinstrument erstmals vertreten. (Bild: Frieda Suter)
Mit der Zithergruppe Schwyzerholz war das alte Volksmusikinstrument erstmals vertreten. (Bild: Frieda Suter)

Musik

In Wangen wurde Örgeli in vielen Varianten gespielt

Ein gutes Dutzend Formationen spielte am Samstag in Wangen Kostproben der urchigen Schweizer Volksmusik. Im Zentrum standen Schwyzerörgeli.

Bruno Hegner, Präsident der Einschellervereinigung March, hatte in seinen Begrüssungsworten von zwei längst wieder etablierten Instrumenten gesprochen, die im Mittelpunkt des Programms stünden. Zum Zug kam vor allem das Schwyzerörgeli, das nicht zuletzt auch bei einem Teil der jungen Generation sehr beliebt ist. Entsprechend legten sich die Musikanten ins Zeug. Das Duo Fässler-Fuchs aus Unteriberg eröffnete unter anderem mit Schlagermelodien und zeigte die Möglichkeiten des kleinen Instruments auf. In anderen Formationen kamen Miniörgeli oder für einzelne Titel auch Akkordeons zum Zug. Versierte Bassisten schufen «Boden». Bekannte Namen wie Bründler-Gyr, Zwyer-Auf der Maur, Gody Schmid, Älplerböben, Tanzboden, Werner Gasser und Nidwaldner Buebe wechselten auf der Bühne und zum Teil als Tanzmusik im Foyer ab.

Erstmals eine Zithergruppe

Mit nur noch einer Formation, den Stiefelgässlern aus Sattel, waren die Muulörgeler vertreten. Dafür kam erstmals eine Zithergruppe auf die Bühne. Der Auftritt der Schwyzerholz-Frauen aus Schwyz wurde von zwei Gitarren und zwei Schwyzerörgeli begleitet. Die Oberstorfer Örgelimusik aus Deutchland spielte zunächst Schweizer Titel und in der zweiten Pause zur Unterhaltung. Die Familienkapelle Fischbacher aus Goldingen hatte in der ersten Pause viel Applaus eingeheimst. Mit Jodelliedern begeisterten Vreni und Franz Stadelmann.

Weniger Formationen als im Vorjahr

Es spielten insgesamt weniger Formationen auf als in anderen Jahren. Dies gab dem Publikum die Gelegenheit zu mehr Gesprächen, zum Tanzen und zu Abstechern in die Bar in der Turn halle auf der anderen Strassenseite. Dieses erstmalige Angebot erfreute sich vor allem bei jungen Besuchern grosser Beliebtheit. Gespannt wartete das Publikum am Schluss auf die Ziehung der 25 Tombolapreise, waren doch wertvolle Glocken und Treicheln dabei. Ganze Reihen davon waren für die Musikanten auf der Bühne aufgestellt. Sie sind für jeden der begehrte «Lohn» für den Auftritt in Wangen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.11.2010

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schwyzkultur.ch/6ecxtX