Die Jodlerinnen Brigitte Janser (v. l.), Margrith Mächler, Andrea Eiholzer und Silvia Gisler ergänzen die rund 20 Männerstimmen im Jodlerklub Bärgblüemli. Bild Frieda Suter
Die Jodlerinnen Brigitte Janser (v. l.), Margrith Mächler, Andrea Eiholzer und Silvia Gisler ergänzen die rund 20 Männerstimmen im Jodlerklub Bärgblüemli. Bild Frieda Suter

Musik

Jodel und Theater vor dem Christbaum

Stimmungsvolle Jodellieder, Panflötenklänge und ein Theaterstück mit deftigen Szenen bildeten das Programm des Jodler-Heimatabends in Wangen.

Vier Jodlerinnen und gegen 20 Jodler in schmucker Tracht auf der Bühne: So beginnen die Jodler-Heimatabende des Jodlerklubs Bärgblüemli in der weihnachtlich geschmückten Buechberghalle. Mit bekannten und neuen Jodelliedern faszinierte der Chor unter Leitung von Hans Bruhin gestern Nachmittag und am Abend das Publikum. Angesagt wurden die Vorträge von den «Verslichindern». Hans Inglin verstand es ein weiteres Mal, die Themen in gereimter Form vorzustellen. Weihnachtliche Stimmung brachte dazwischen Jörg Frei mit Panflötenmelodien. Restlos begeistert zeigte sich das Publikum vor allem beim «Echo vom Geisshimmel». Bärgblüemli- Präsident Alois Schnellmann durfte stolz sein auf seinen Klub und er erwähnte in den Begrüssungs- und Dankesworten auch alle, die hinter den Kulissen zum tollen Programm beigetragen haben.

«D Chrüter-Rosa üebt Rach»

Im zweiten Teil des Programms kamen die Volkstheater-Freunde auf ihre Rechnung. Die acht Darstellerinnen und Darsteller hatten unter der Regie von Peter Ruoss fleissig geübt. Sie strapazierten mit dem Zweiakter «D Chrüter-Rosa üebt Rach» von This Vetsch denn auch die Lachmuskeln des Publikums. Anfänglich kamen Bauer Gusti Huber und Sohn Sepp schwer verkatert in die Bauernstube. Dank Bäuerin Elsi Huber wurde zwar die Arbeit auf dem Hof gemacht, doch sie fasste ihre Männer nicht gerade mit Samthandschuhen an. Da fiel der Vorschlag des Vaters, dass doch auch der Sohn eine Frau suchen solle, nicht gerade auf fruchtbaren Boden. «Noch eine, die ständig schimpft – nein danke», maulte dieser. Da war natürlich auch die Nachbarin mit ihrer heiratswilligen Tochter fehl am Platz. Mit Tropfen, «die mit Sicherheit wirken», kam schliesslich Kräuterfrau Rosa Nägeli ins Haus.

Sofortige Wirkung

Die Wirkung liess nicht auf sich warten. Bauer und Sohn verbrachten die folgende Zeit auf der Toilette. Weil zugleich eine Kuh im Stall krank war, kam der neu zugezogene Tierarzt mit seiner Assistentin auf den Hof. Seine Mittel heilten zum Glück die Kuh und die Bauern. Weniger gut erging es der Kräuterfrau, als sie auf den Hof zurück kam. Sie erhielt eine kräftige Dusche und musste ebenfalls die Behandlung durch den Tierarzt in Anspruch nehmen. Die Assistentin sorgte für Verwirrung beim jungen Bauern. Die beiden hatten sich in der Landwirtschaftlichen Schule kennengelernt und danach wieder aus den Augen verloren. Auch der Tierarzt erzählte schliesslich von einem bestimmten Grund, der ihn in die Gegend geführt habe. Wie die verschiedenen Geschichten ausgehen, sei mit Rücksicht auf die weitere Aufführung am Freitag an dieser Stelle nicht verraten.

Tombola und Unterhaltung

Mit einer grossen Tombola und leckeren Angeboten aus Küche und Keller sorgten die Wangner Jodler für das Wohl ihrer Gäste. Tanzmusik machten gestern in der Buechberghalle die Hohgant-Giele und in der Jodlerstube das Echo vom Roggenstock. Für den Freitag sind die Stockbergbuebe und das Ländlertrio Nötzli- Laimbacher engagiert. In der Maisgoldbar legt DJ Eagle Race auf.

Jodler-Heimatabend Wangen


Fr, 30. Dezember
20.00 Uhr
Buechberghalle

Ab 18.00 Uhr warme Küche

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.12.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/SdEbCC