Trat zum ersten Mal am Schwyzerörgäli- und Muulörgäliobig auf: das Ländlertrio Nötzli-Beeler aus Pfäffikon.
Trat zum ersten Mal am Schwyzerörgäli- und Muulörgäliobig auf: das Ländlertrio Nötzli-Beeler aus Pfäffikon.
Die Muulörgäler am Etzel sorgten inmitten der vielen Schwyzerörgeli-Formationen für Abwechslung. Bilder Irene Lustenberger
Die Muulörgäler am Etzel sorgten inmitten der vielen Schwyzerörgeli-Formationen für Abwechslung. Bilder Irene Lustenberger
Markus Sahli spielte «Amazing Grace» auf dem Alphorn und riss das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.
Markus Sahli spielte «Amazing Grace» auf dem Alphorn und riss das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

Musik

Urchige Stimmung am Buechberg

Der traditionelle Schwyzerörgäli- und Muulörgäliobig lockte erneut viel Volk und rund 80 Mitwirkende nach Wangen. Während sechs Formationen zum ersten Mal auf der Bühne der Buechberghalle standen, verabschiedete sich eine Stammformation.

Zum 62. Mal zeichnete die Einscheller-Vereinigung der March für den Schwyzerörgäli- und Muulörgäliobig verantwortlich, zum zwölften Mal fand dieser am Samstag in der Buechberghalle in Wangen statt. Auch in diesem Jahr waren die Halle und die Galerie bis auf den letzten Platz besetzt. Das Publikum aus Nah und Fern wurde traditionell von Franz Zihlmann mit seinen träfen Witzen unterhalten.

Einstand für Nötzli-Beeler

Nach dem Einzug der Jungschällnär und den Klängen des Alphorntrios Höfli aus Wangen eröffnete die erste der rund 20 Formationen, das Ländlertrio Stockbergbuebe aus Amden, den urchigen Abend. Das Ländlertrio Nötzli-Beeler mit Bruno Nötzli senior am Schwyzerörgeli, Alois Beeler am Akkordeon, Reto Nötzli am Klavier und Bruno Nötzli junior am Bass – Letzter stand an diesem Abend noch öfters auf der Bühne – feierte seinen Einstand in Wangen. Nach einem Jodlerterzett aus dem Entlebuch – die rund 80 Mitwirkenden waren aus der ganzen Schweiz angereist – betraten die nächsten Ausserschwyzer die Bühne, die Muulörgäler vom Etzel. Ihnen folgten die Familienkapelle Welter aus dem Kanton Bern, die «Einen Stern, der deinen Namen trägt» zum Besten gab, und die jungen Fässler-Fuchs aus Unteriberg. Markus Sahli, der in Walenstadt wohnt und in Lachen ein Tonstudio führt, begeisterte mit seinem Alphorn. Er spielte «Amazing Grace» und begab sich danach ins Publikum, um einige kleine Glocken zu verteilen und zusammen mit den auserwählten Personen ein zweites Stück darzubieten.

Diana als Überraschungsgast

Danach kündigte Moderator Zihlmann eine Überraschung an. Die in Buttikon wohnhafte Sängerin Diana brachte Stimmung. Sie sang passend zum Anlass «Im Örgälihuus» und «Urnerboden-Kafi». Den Abschluss des ersten Teils machte die grösste Formation des Abends, die zwölfköpfige Familienkapelle Fischbacher aus Goldingen. Die Fischbachers spielten, jodelten, chlefelten und tanzten, was das Zeug hielt und begeisterten mit «Das Feyr vo dä Sehnsucht». Nach der Pause war die Reihe unter anderem am Ländlertrio Nötzli-Laimbacher – Reto Nötzli, Bruno Nötzli und Ueli Laimbacher – aus Pfäffikon und an den Ehrenmitgliedern Chaschbi Gander, Dolfi Rogenmoser und Vreny Alessandri. Jodel wechselte sich ab mit (Mini-)Schwyzerörgeli- und Muulörgäliklängen, neue Formationen mit Stammformationen.

Letztes Mal fürÖrgelifründe Stockenfluh

Eine dieser Stammformationen stand zum letzten Mal auf der Bühne der Buechberghalle. Die Örgelifründe Stockenfluh mit dem Siebner Marcel Zumbrunn lösen sich nach 18 Jahren auf und absolvierten am Samstag einen ihrer letzten Auftritte. Nach rund vier Stunden hatte die letzte der fast 20 Formationen den letzten Ton gespielt. Die Besucher waren zufrieden und schwärmten in die verschiedensten Richtungen aus – nach Hause, ins Foyer oder ins Ischällerstübli, wo sie bis in die frühen Morgenstunden mit urchiger Musik unterhalten wurden.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.11.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/GceEps