Der Jodlerklub Bärgblüemli Wangen hatte an den Heimatabenden Grund zum Feiern. Bild Kurt Kassel
Der Jodlerklub Bärgblüemli Wangen hatte an den Heimatabenden Grund zum Feiern. Bild Kurt Kassel

Musik

Zwei urchige Abende zum 80-Jahr-Jubiläum

Vor 80 Jahren wurde der Jodlerklub Bärgblüemli in Wangen gegründet. Grund genug, das Jubiläum an den Heimatabenden gebührend zu feiern.

Das «Bärgblüemli» hat es verstanden, das volkstümliche Liedgut während all der Jahre nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch zu fördern. So durfte ein sichtlich stolzer PräsidentAlois Schnellmann nicht nur viele Besucher, sondern auch viele Delegationen befreundeter Jodlerklubs begrüssen.

Nachdem am Freitagnachmittag vor allem Familien mit ihren Kindern den Weg in die Buechberghalle fanden,war diese auch am Abend bis auf einzelne Plätze gut gefüllt. Die Hubli Buebe hatten keine Mühe, die Stimmung schon vor dem Unterhaltungsteil anzukurbeln. Danach eröffnete der jubilierende Klub den gesanglichen Teil mit «Sunntig» von Hans Stalder und mit «Ame schöne Morge» von Fred Kaufmann. Die Jodlerfreunde mussten allerdings das Fehlen von Jodlerin Margrith Mächler vermelden – ihr wurden beste Genesungswünsche ins Spital gesandt.

Ohrenschmaus

Anschliessend traten die Schüpferimeitli auf die Bühne. Die beiden jungen Frauen, an der Handorgel begleitet von Daniel Waser, gewannen die Herzen der Besucher im Nu. Ihre wunderschön in ihrem Nidwaldner Dialekt vorgetragenen Jodellieder waren ein wahrer Ohrenschmaus. Bekannt wurde die Formation vor allem durch die vor einem Jahr im Schweizer Fernsehen gewonnene Alpenrosentrophäe. Das einheimische JodelduettTamara und Romy, begleitet von Fränzi Imhof auf dem Akkordeon, bekam viel Applaus für «I de Flüene» und «Dänk dra». Weiter ging es mit den «Bärgblüemli »-Jodlern, dem «Gehrihorn-Jutz» und «En liebe Gedankä». Zum abschliessenden «Geburtstagsjutz» kamen alle Jodler auf die Bühne.

«Crazy Days im Altersheim»

Nach dem hochstehenden Liederteil zeigten auch die Theaterspieler, dass sie die Gäste zu unterhalten verstehen. Im aufgeführten Stück ging es um ein unter mangelnder Abwechslung leidendes Altersheim. Die gelangweilten Bewohner Mathilda, eine belesene Hobbygärtnerin (Lisbeth Schnellmann); Liseli, Hobbymalerin und Asthmatikerin (Monika Bruhin); Sepp, potenzschwacher Mann von Liseli (Werner Donner); Franz, schlecht zu Fuss (Ralph Billeter); Beda, neuer Bewohner im Rollstuhl und schwerhörig (Peter Ruoss); sassen gelangweilt am Tisch und klopften lustlos einen Jass. Die resolute Krankenschwester Elsa (Marina Bruhin) hatte das Kommando, und ihr Liebhaber, der Arzt Martin Häfeli (Muhamed Duraku) versuchte, mit einer verbotenen Droge Geld zu machen. Dieses Mittel nahm aber nicht nur Schmerzen, sondern verhalf zu eigentlichen Höhenflügen.

Nur noch alle zwei Jahre

Coole Sprüche gehörten von da an zur Tagesordnung, und die Bewohner hatten Power ohne Ende – im Altersheim ging es drunter und drüber. Erst die Amtsärztin Karina Hasler (Agi Ruoss) konnte zusammen mit dem undercover agierenden Beda Berger, der sich als Polizist zu erkennen gab, dem Treiben ein Ende setzen. Neu wird das Wangner Jodlerchränzli nur noch alle zwei Jahre stattfinden, verkündete Präsident Alois Schnellmann zum Abschluss. Das nächste Mal also erst wieder im 2016.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.12.2014

Webcode

www.schwyzkultur.ch/cAFnif