Kunst & Design
Wenn das Nichts spricht: 21 Künstler auf Spurensuche
Noch bis zum 6. September zeigen 21 Kunstschaffende im Vereins- und Kulturhaus Bahnhof Bäch wie unterschiedlich sich Leere, Stille und Unsichtbarkeit inszenieren lassen.
Die Kulturkommission Freienbach hat das Vereins- und Kulturhaus Bahnhof Bäch in einen Raum der Kontemplation verwandelt. «DAS NICHTS – eine poetische Reise», heisst die Ausstellung, die Besucherinnen und Besucher einlädt, über den Rand des Sichtbaren hinauszublicken. An der Vernissage am Freitag führte Al Meier von der Kulturkommission Freienbach in das faszinierende und zugleich herausfordernde Thema der Ausstellung ein. Diese ist täglich von 14 bis 18Uhr geöffnet und lädt Besucherinnen und Besucher ein, in einer ruhigen Atmosphäre eigene Gedanken und Assoziationen zu entwickeln.
Einem abstrakten Begriff Form gegeben
Im Mittelpunkt stehen künstlerische Werke, die sich auf visuelle Weise mit dem abstrakten Begriff des «Nichts» auseinandersetzen. Die Bandbreite reicht von Installationen über Skulpturen und Fotografien bis hin zu Gemälden oder Videos – alle mit dem gemeinsamen Ziel, das scheinbar Undarstellbare sichtbar zu machen. Besonders auffällig ist etwa ein üppig gedeckter Tisch, der auf den ersten Blick zum Verweilen einlädt. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die Speisen als ungeniessbar – sie sind «Nichts» in materieller Form. Ein weiteres Werk zeigt ein Foto einer italienischen Metzgerei mit dem ironischen Titel «Nichts vegan» und spielt so mit den Erwartungen der Betrachter. Auch eine Vase, die scheinbar das Nichts umhüllt, regt zum Nachdenken über Leere und Fülle an.
Es ist erstaunlich, auf wie viele unterschiedliche und kreative Arten sich dieses philosophische Thema visualisieren lässt. Die Ausstellung beweist eindrucksvoll, dass das «Nichts» alles andere als leer ist – es bietet Raum für Interpretation, Reflexion und überraschende Einsichten. Die Vernissage wurde abgerundet durch eindrückliche Akkordeonklänge von Stefanie Mirwald und stiess bei den zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern auf grosses Interesse und anerkennende Worte.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger/ Hans Ueli Kühni
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Höfner Volksblatt & March Anzeiger
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