Dies & Das
Wenn Wurzeln in die Welt wachsen – Dauerausstellung im Fram eröffnet
Am Freitag wurde im Fram die Dauerausstellung «Ein Dorf von Welt» offiziell eröffnet. An der Vernissage nahmen die höchsten Kulturvertreter des Bezirks und des Kantons teil.
Wenn bei schönstem Frühlingswetter ein regelrechter Tatzelwurm Richtung Fram pilgert, muss dort wohl etwas Aussergewöhnliches stattfinden. Und so war es: Die Dauerausstellung über das Klosterdorf Einsiedeln mit dem Titel «Ein Dorf von Welt» wurde an jenem Abend offiziell eröffnet – rechtzeitig zum Kulturwochenende 2026.
An Girard Laurent war es, die Feier zu eröffnen. Er tat dies mit einer Eigenkomposition, die zum Träumen verleitete. Danach übernahm Walter Kälin das Zepter und führte durch das offizielle Programm. Er bat sodann den Schwyzer Kulturminister und Landammann Michael Stähli ans Mikrofon. Mit treffenden Worten überbrachte er die Grüsse des Kantons: «Der Titel ‹Ein Dorf von Welt› ist nicht nur ein Titel, nein, er zeigt auf, was im Herzen getragen wird.» Weiter führte er aus, dass die Wurzeln zwar in Einsiedeln lägen, aber auch in die Welt hinaus wachsen könnten. Zum Abschluss sagte er: «Kultur ist nicht nur Erinnerung, sondern auch Orientierung. Sie ist reich, vielfältig und kraftvoll.»
Musik und Worte zur Geschichte
Nadja Räss und Girard Laurent liessen anschliessend ein musikalisches Vermächtnis erklingen: «Am Himmel stout äs Stern-li z’Nacht» von Artur Beul wurde im schönsten Einsiedler Dialekt vorgetragen. Das nächste Wort erhielt Bezirksammann Hanspeter Egli. Er konnte es sich nicht verkneifen, einen Seitenhieb in Richtung Inner- und Ausserschwyz zu setzen: «Einsiedeln ist der Kulturhauptort des Kantons Schwyz», liess er die Anwesenden wissen. Daraufhin erklärte Walter Kälin kurz die Ausstellung. Diese ist in fünf Kapitel aufgeteilt und gibt einen Überblick über das Geschehen im Klosterdorf seit der Besiedelung durch den heiligen Meinrad im Jahr 835 im finsteren Wald. Da auch das Welttheater Teil der Ausstellung ist – die Welt aus dem Jubiläumsjahr 2024 ziert das Plakat –, wurde als Nächstes das Lied aus der Todesszene intoniert, komponiert und während der Spielsaison von Bruno Amstad gesungen. Dies dürfte bei einigen Mitwirkenden aus dem Spiel 2024 für Gänsehaut gesorgt haben.
Filmischer Einstieg in die Vergangenheit
Giulia Passalacqua und Walter Kälin zeigten im Anschluss am Beispiel des Romwegs einen weiteren Aspekt der Ausstellung auf. Den musikalischen Abschluss gestaltete wiederum Nadja Räss mit einem Lied von Meinrad Lienert. Den Schlusspunkt des offiziellen Teils setzte jedoch der Einführungsfilm zur Ausstellung. Der von Roman Kälin und seiner Firma realisierte Animationsfilm liess die Vernissage-Besucherinnen und -Besucher in die Anfänge Einsiedelns eintauchen. Dies war zugleich der Moment der eigentlichen Ausstellungseröffnung. Mit Häppchen in der einen und einem Erfrischungsgetränk in der anderen Hand konnte die Ausstellung im Anschluss besichtigt werden.
Öffnungszeiten
Donnerstag bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr.
geöffnet: Auffahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam.
Im Juli und August geschlossen
Einsiedler Anzeiger / René Hensler
Autor
Einsiedler Anzeiger
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