Auch heikle Szenen kommen vor: Schacher Sepp wird von Vater (Patrick Suter) und Sohn (Jonas Gwerder) Nötzli bedroht. Bild: Josef Grüter
Auch heikle Szenen kommen vor: Schacher Sepp wird von Vater (Patrick Suter) und Sohn (Jonas Gwerder) Nötzli bedroht. Bild: Josef Grüter

Bühne

Wilderei und Liebesgeschichten im Muotatal

In Muotathal hat am Samstag die Theatersaison begonnen: eine spannende und humorvolle Kriminalkomödie.

Auch das neueste Theaterstück «S alti Försterhuus» von Josef Brun feiert im Muotatal grossen Erfolg, dies unter bewährter Regie von Daniel Heinzer, welcher seinen Job bereits seit sieben Jahren innehat. Die Theatergesellschaft Muotathal führt ihr Volkstheater heuer bereits zum 70. Mal auf. Neu steht der Theatervereinigung Martin Steiner vor. Steiner ist seit Jahren dabei (Ehrenaktivmitglied) und spielt dieses Jahr als Förster Zgraggen eine wichtige Rolle. Ein Sohn von Förster Zgraggen kommt zu Tode, als er die Wilderer bei deren habsüchtiger Arbeit beobachtet. Im Dorf verdächtigt man seinen Bruder Roland der Tat, weil beide Brüder ein grosses Auge auf die hübsche Tochter des Wildhüters haben.


Vagabund Schacher Sepp entpuppt sich als schlauer Fuchs


Ganz so einfach ist die Geschichte aber nicht gestrickt. Denn neben den Wilderern streicht auch der Schacher Sepp, ein witziger, schlauer Vagabund, durch die Wälder. Auch er verschafft sich ab und zu illegal ein Stück Fleisch, um seinen Hunger zu stillen, aber Wilderei im grossen Stil, geschweige denn einen Mord, das traut man ihm nicht zu. Im Gegenteil. Mit anderen Problemen kämpfen Bärbeli und Karoline. Die beiden hätten liebend gerne endlich einen Mann. Aber so richtig will es bei den beiden nicht klappen. Da haben die Försterstochter Liseli und die Tochter von Wildhüter Amme die besseren Karten. Nach verschiedenen Episoden und ulkigen Sprüchen wird das grosse Rätsel langsam aufgelöst. Der Schacher Sepp entdeckt da ein Geheimnis, und mit List lockt er die wahren Täter in eine Falle. Das Stück ist ein richtiges Muotathaler Theater, mit viel Gesang, Humor und urchigem Dialekt. Dass am Schluss das Glück und die Liebe siegen und die Bösen entlarvt werden, gehört natürlich dazu. Das Premierenpublikum verdankte die gelungene Darbietung mit viel Beifall und Lachen und einem stürmischen Schlussapplaus.


Bote der Urschweiz/ Josef Grüter

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

22.10.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/j6e3Q7