Unter der musikalischen Leitung von Alexander Seidel begann das Konzert mit der Weihnachtshymne von Mendelssohn. Bild Paul A. Good
Unter der musikalischen Leitung von Alexander Seidel begann das Konzert mit der Weihnachtshymne von Mendelssohn. Bild Paul A. Good

Musik

Besinnlicher Abend mit dem Projektchor Höfe

Der Projektchor Höfe lud am Montagabend zur «Nacht vor der Nacht» in die reformierte Kirche in Wilen ein.

Weihnachtslieder und Carols tönen von fern und nah», so das Motto des diesjährigen vorweihnachtlichen Konzertes des Projektchores Höfe unter der musikalischen Leitung von Alexander Seidel. Das Besondere an diesem Konzert in der reformierten Kirche Wollerau in Wilen war der Umstand, dass der Chor das Programm für einmal selber zusammenstellen durfte. Die Mitglieder pickten sich die Highlights der vergangenen Jahre heraus. So entstand ein vielfältiges und besinnliches Weihnachtskonzert, das mit der «Weihnachtshymne» von Felix Mendelssohn Bartholdy begann. Da gemäss Meteorologen auch dieses Jahr keine weissen Weihnachten zu erwarten waren, brachten die Sängerinnen und Sänger des Projektchors den Schnee mit dem schwedischen Weihnachtslied «Jul, jul, strålande jul» in die Kirche in Wilen. «Puer Natus in Bethlehem» ist ein altes lateinisches Kirchenlied, dass in viele Sprachen übersetzt und von unzähligen Komponisten vertont wurde, der Chor sang an diesem Abend die Version von Joseph Gabriel Rheinberger.

Christmas Carol und Weihnachtsmärchen


Unterstützt wurde der Chor von Grete Einsiedler (Alt), Rosmarie Kälin-Mortensen (Sopran), Sebastian Bausch an der Orgel und Daniel Trumbull am Cembalo. Aufgelockert wurde das qualitativ hochstehende Konzert durch Lesungen zweier Chormitglieder. Ruth Jakob-Menet las eine Kurzfassung von «A Christmas Carol» von Charles Dickens, der die Geschichte des alten, hartherzigen Geizkragens Ebenezer Scrooge aus London erzählt, eines der berühmtesten Weihnachtsmärchen der Welt. Bruno Jakob-Menet hatte die Adventsgeschichte «Der Stern von Bethlehem» in eine moderne, der heutigen Medienlandschaft angepasste Form gebracht, welche die Besucher zum Schmunzeln brachte. Auch die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten sich einbringen, «O du fröhliche» und «Stille Nacht» wurde gemeinsam mit dem Chor gesungen Da der Chor nächstes Jahr das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns auf dem Programm hat, erhielten die Anwesenden in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche mit dem Titel «Tollite Hostias» einen kleinen Vorgeschmack auf das grandiose Werk dieses grossartigen Komponisten aus der Romantik. Ohne Zugabe aber – wie immer – durften Chor und Musiker das hörenswerte Konzert nicht beenden.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.12.2019

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schwyzkultur.ch/D4uAjT