«In ‹Vienna› erzähle ich eine Liebesgeschichte, die damit endet, dass ich alleine nach Wien gereist bin», erklärt der 21-jährige Daniel Beltrametti (ganz links) aus Seedorf. Bild: PD
«In ‹Vienna› erzähle ich eine Liebesgeschichte, die damit endet, dass ich alleine nach Wien gereist bin», erklärt der 21-jährige Daniel Beltrametti (ganz links) aus Seedorf. Bild: PD

Musik

«Wo die Reise hinführt, steht immer offen»

Die Band Daens zählt nun zwei weitere Mitglieder. Zu viert erarbeitet sie ihre bevorstehende Debüt-EP «Misses».

Die Band Daens veröffentlichte während der letzten Monate drei Singles. Wer genau hinschaut, bemerkt, dass alle drei das gleiche Cover besitzen, denn es handelt sich um Single-Auskopplungen des bevorstehenden Albums «Misses». Kürzlich folgte mit «Vienna» die dritte und letzte Single-Auskopplung. «In ‹Vienna› erzähle ich eine Liebesgeschichte, die damit endet, dass ich alleine nach Wien gereist bin», erklärt der 21-jährige Daniel Beltrametti aus Seedorf. Am 26. Februar erscheint dann die Debüt-EP «Misses». Sie wird die drei bereits veröffentlichten Singles und drei weitere Songs beinhalten. Auf die Frage, was die Fans erwartet, antwortet der 23-jährige Thomas Horat aus Schattdorf: «Die Vorspeise gab es ja schon mit ‹Believe in You›, ‹October 19› und ‹Vienna›. Ich möchte gar nicht mehr verraten. Es wird lit.»

«Misses» zeichnet sich durch die musikalische Diversität aus


Die Kollektion von sechs Liebesgeschichten sei musikalisch sehr breit verpackt. «Meiner Meinung nach zeigt ‹Misses› eine extrem musikalische Diversität, ohne dem Daens-Vibe untreu zu werden», ergänzt der 20-jährige Nico Hunziker aus Brunnen. In puncto Lieblingssong der EP gehen die Meinungen der vier Bandmitglieder jedoch auseinander. Samuel Brunner aus Altdorf setzt klar auf das Lied «Who Am I»: «Den Song gibt es eigentlich schon länger, aber im Studio konnten wir ihn in eine neue Version umwandeln, was in einer völlig anderen Stilistik endete», so der 23-Jährige. Beltrametti setzt hingegen auf «October 19», da er gerne Schnulzenmusik höre, wie er gesteht. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Andri Urfer nahm Daens die EP in den Zürcher 571 Recording Studios auf. «Es war unsere erste Erfahrung, in einem grösseren, gut ausgerüsteten Studio unsere Songs auszuarbeiten und aufzunehmen», sagt Samuel Brunner. Es sei eine sehr intensive, aber interessante Zeit gewesen. Das Mini-Album werde dabei auf beinahe jeder Streamingplattform zu finden sein, versichert Beltrametti.

Hinter dem Erfolg steckt viel Arbeit und Herzblut


Nicht lange ist es her, da standen Daens noch auf der Schulbühne des Theresianums. Nun durfte die junge Band bereits zahlreiche Konzerte spielen, den Kleinen Prix Walo entgegennehmen und gewann sogar mit MyCoke- Music den grössten Schweizer Talentwettbewerb. «Dass es in so kurzer Zeit so schnell bergauf geht, hätte ich mir nie erträumt. Wenn man so fest für etwas lebt, realisiert man meist gar nicht, wie viel Arbeit und Herzblut in so ein Projekt hineinfliesst», weiss Schlagzeuger Nico Hunziker. Auch Sänger Daniel Beltrametti hätte mit solch einem Erfolg nicht gerechnet: «Wir haben einfach Freude am Musikmachen. Wo die Reise hinführt, steht immer offen.» Momentan proben die vier Bandmitglieder an ihrem Liveset, damit sie, sobald es wieder losgehen kann, «mehr als ready» seien. Im März bringen sie ausserdem vier Livesessions heraus, welche im Theater Uri aufgenommen und gefilmt wurden. Längerfristig zu planen, bleibe aufgrund der momentanen Umstände aber schwierig. «Wir werden auf alle Fälle im Proberaum weiterarbeiten», hält Hunziker abschliessend fest.

Daens gewannen an Zuwachs


Nebst neuer Musik dürfen Daens auch zwei neue Bandmitglieder begrüssen. Nun bestehen Daens nebst Daniel Beltrametti und Nico Hunziker aus Thomas Horat und Samuel Brunner. «Daniel und Nico sind gute Freunde von uns, und Samuel und ich haben davor schon gemeinsam musiziert. Durch die Vergrösserung der Band kommen neue Ideen und Einflüsse zusammen », sagt Thomas Horat gegenüber dem «Boten der Urschweiz». Dadurch steige die Kreativität an, und man werde experimentierfreudiger. «Neben den musikalischen Gemeinsamkeiten verfolgen wir aber auch alle die gleichen Ambitionen und erleben gerne Abenteuer», hält Horat fest. Die Idee entstand vor einem anstehenden Konzert. Hunziker und Beltrametti fragten ihre Freunde, ob sie Lust hätten, einige Songs einzustudieren. Nach dem Konzert wurde weiter zusammen musiziert und Songs geschrieben, wodurch der Entschluss entstand, zu viert weiterzumachen. (jar)

Bote der Urschweiz / Jasmin Reichlin

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.02.2021

Webcode

schwyzkultur.ch/nCfudx